Ein Jahr Heimweg-Blog der taz

Nahezu jede Frau* hat schon einmal sexuelle Übergriffe erlebt. Seit nunmehr über einem Jahr bekommen sie auf dem Heimweg-Blog eine Stimme und können dort ihre Geschichte anonym erzählen.

Im Januar 2016 war in der taz.am wochenende eine Doppelseite erschienen, auf der Mitarbeiter*innen der taz von sexuellen Übergriffen erzählten, die sie auf dem Heimweg erleben mussten. Es war eine Reaktion auf die Kölner Silvesternacht 2015. "Mit den Übergriffen auf Frauen sei sexualisierte Gewalt plötzlich thematisiert worden, allerdings nur deshalb, weil sie mit Rassismus verknüpft wurde. Geschichten wurde Gehör geschenkt, die man sonst täglich in Deutschland erzählen könnte. Denn sexualisierte Gewalt sei so alltäglich wie der Weg nach Hause."

Nach überwältigender Resonanz sind inzwischen mehr als 150 Geschichten veröffentlicht wurden, die über sexualisierte Gewalt und Vergewaltigung erzählen. Eigentlich sollte der Blog mit einer Abschluss-Veranstaltung Anfang Februar geschlossen werden. Wie empowernd das Sichtbarmachen der Geschichten ist, zeigten nicht nur die Rückmeldungen der hier anwesenden Betroffenen, von denen viele deshalb wollen, dass der Blog weiter besteht. In welche Richtung er sich dabei entwickelt wird sich zeigen. (Quelle)


Die Geschichten des Heimweg-Blogs zum Nachlesen.
[TRIGGERWARNUNG: Sexualisierte Gewalt!]


Offener Brief des bfn

In einem Offenen Brief an die Sprecherinnen für Gleichstellung der Fraktionen im Abgeordnetenhaus von Berlin sowie die Sprecherinnen der LAG der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Bezirke, Anke Armbrust und Majel Kundel, stellt das berliner frauen netzwerk die Ziele und Absichten der Umbenennung des Ressorts Frauen* in ein Ressort Gleichstellung zur Diskussion und wünscht sich mit den Verantwortlichen einen politischen Dialog um die künftige Frauen*politik in Berlin.

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WOMEN'S WELCOME BRIDGE - Berlinerinnen* bauen Brücken geht online

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde am 17. November 2016 der Presse, Frauen*initiativen und Interessierten die Webseite "womens-welcome-bridge.de" auf der Van Loon im Urbanhafen vorgestellt. WOMEN`S WELCOME BRIDGE bringt Berlinerinnen*, geflüchtete Frauen* und Frauen*initiativen zusammen und bietet ihnen die Möglichkeit, schnell und einfach Angebote und Gesuche einzustellen. Frauen*initiativen können über ihre Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangebote informieren. Frauen* kommen so in Kontakt miteinander, begegnen und unterstützen sich, lernen voneinander und leben miteinander. WOMEN`S WELCOME BRIDGE eröffnet geflüchteten Frauen* die Chance, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Das Projekt wurde von der Geschäftsstelle Gleichstellung der Senatsverwaltung für Frauen initiiert. Anlass war die Erfahrung, dass zahlreiche ehrenamtliche Angebote die geflüchteten Frauen* nicht erreichen. Dr. Gabriele Kämper, Leiterin der Geschäftsstelle Gleichstellung: "Wir möchten mit dem Angebot speziell die Bedürfnisse der geflüchteten Frauen in den Blick nehmen. Ehrenamtlich engagierte Berlinerinnen bekommen die Möglichkeit, sich ganz gezielt für andere Frauen zu engagieren. Einrichtungen und Initiativen zeigt WOMEN`S WELCOME BRIDGE einen einfachen Weg auf, Unterstützung für die Bedarfe geflüchteter Frauen zu finden. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass die Seite sicher, einfach zu nutzen, offen und einladend ist."

Die Plattform wird durch Mitarbeiterinnen des Vereins Raupe und Schmetterling – Frauen in der Lebensmitte e.V. (www.raupeundschmetterling.de) betreut. Das Bildungs- und Beratungszentrum fungiert als Träger für WOMEN`S WELCOME BRIDGE. "Uns ist es ein ganz besonderes Anliegen die schon vorhandenen Angebote für geflüchtete Frauen auf der Plattform zu bündeln und zugänglich zu machen.", so Bernhild Mennenga von Raupe und Schmetterling. Der Verein bietet seit 1982 für Frauen* in prekären Lebens- und Berufssituationen ein umfassendes Angebot an Beratung, Information und Bildung und verfügt über langjährige Berufserfahrung bei der Konzeptentwicklung und Durchführung von frauenspezifischen Maßnahmen.

Seit dem 17.11.2016 können auf der Webseite www.womens-welcome-bridge.de Angebote und Gesuche eingestellt werden. Die Webseite ist dann zunächst auf Deutsch abzurufen. An der Übersetzung in die Sprachen Englisch, Arabisch, Farsi, Französisch und Türkisch wird aber schon gearbeitet, sodass in Kürze alle Frauen* WOMEN`S WELCOME BRIDGE nutzen können – auch ohne Deutschkenntnisse.

 

 



TERRE DES FEMMES Fahnenaktion 2016 in der Schoko

NEIN zu Gewalt an Mädchen und Frauen


Der Gedenktag am 25. November

Mehr als 7.000 TERRE DES FEMMES „frei leben – ohne Gewalt“-Fahnen und Banner werden jährlich zum 25. November, dem internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, weltweit gehisst. Dieser Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.


Aktionen rund um die Welt

Seit dem 25. November 2001 lässt TERRE DES FEMMES gemeinsam mit unzähligen UnterstützerInnen die Fahnen wehen. In alle Teile Deutschlands und in die unterschiedlichsten Ecken der Welt wurden in den letzten 16 Jahren Fahnen und Banner gesendet. Solidarisch demonstrieren Frauen und Männer von Berlin über Honduras bis nach Burkina Faso gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Sie alle zeigen mit ihrem Engagement, dass dieses Thema keine Grenzen kennt und setzen mit der „frei leben – ohne Gewalt“-Fahne ein weithin sichtbares Zeichen.


Schwerpunkt 2016: Tür auf! Schutzräume für alle gewaltbetroffenen Frauen

Schläge vom Ehemann, Grapscher in der U-Bahn, sexuelle Gewalt durch den Vater – geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen gehört auch in Deutschland zur Lebensrealität vieler Frauen. In Europa hat jede dritte Frau bereits körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt. Besonders gefährdet sind Frauen mit Beeinträchtigungen oder in unsicheren Lebenssituationen. Für sie alle muss es sichere Schutzräume geben – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrem Aufenthaltsstatus, ihren Beeinträchtigungen oder ihren Sprachkenntnissen. In Deutschland gibt es knapp 400 Frauenhäuser und Zufluchtswohnungen für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder, doch es gibt zu wenige und diese sind nicht ausreichend finanziert. So können häufig nicht alle Frauen, die einen Platz suchen, aufgenommen werden. Viele der Häuser sind zum Beispiel nicht barrierefrei, es fehlt an genügend spezialisiertem Personal oder schlicht und einfach an der Kostenübernahme. Tausende schutzsuchende Frauen müssen jährlich abgewiesen werden.


Wir fordern:

  • Tür auf! Für alle Frauen, die in Deutschland von Gewalt betroffen sind, müssen kostenlose Schutzräume und angemessene Unterstützung zur Verfügung stehen.
  • Schaffung eines ausreichenden Angebots von barrierefreien Plätzen
  • Finanzierung von Sprach- und Dolmetscherleistungen
  • Tarifgerechte Bezahlung der Mitarbeiterinnen und ausreichende personelle und sächliche Ausstattung

Sowie:

  • Eine bundesweite Rechtsgrundlage, die eine pauschale, kosten- und flächendeckende sowie stabile Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsangeboten sicherstellt.

Weiterlesen (Zur Situation der Frauenhäuser in Deutschland)

TERRE DES FEMMES veranstaltet am 28.11.2016 im Rathaus Kreuzberg (Yorckstr. 4-11) eine Fachveranstaltung zum Thema "Sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen".


Wahlprüfsteine des LandesFrauenRates

Am Samstag sind Wahlen und bereits im Vorfeld hat der LandesFrauenRat Berlin den Parteien CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, den Piraten und der FDP entscheidende Fragen zur schlechteren ökonomischen Situation von Frauen in Berlin gestellt.


Was tun gegen die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern in Berlin? Wie der Verdrängung von Kitas aufgrund steigender Mieten begegnen? Und wie kann die Integration von geflüchteten Frauen auf dem Berliner Arbeitsmarkt gelingen?


Die Antworten zeigen dabei deutliche Unterschiede zwischen den Parteien. Deshalb können wir uns dem Apell des LFR Berlin nur anschließen: Informiert euch und geht wählen!

PDF

 

Bild: Zairon


Neue Webseite online

Ab jetzt gibt es eine Webseite, die sich mit allen wesentlichen Themen der selbsternannten "Lebensschützer" auseinandersetzt. Die Seite ist eine nützliche Argumentationshilfe, wenn es einer*m bei all der mit der Logik der göttlichen Schöpfung begründeten Diskriminierung mal die Sprache verschlagen sollte. Außerdem gibt es laufend aktualisierte Links zu Beratungsstellen und weiteren Informationsmöglichkeiten.


Women in Exile Summer Bus Tour 2016

Seit dem 25. Juli besucht die Women in Exile Summer Bus Tour 2016 geflüchtete Frauen im ganzen Land und ermutigt sie, für ihre Rechte und gegen Diskriminierungen zu kämpfen. Motto der Bustour 2016 ist "Wir werden immer lauter! Weg mit den Lagern!"

Die Reise führte dabei bisher nach Magdeburg zum War-Starts-Here-Camp (grenzen. lose. perspektiven), Halle, Leipzig, Nürnberg und Frankfurt, wo u.a. lautstarke Demos organisiert wurden. Aktuell ist Stopp in Köln (Women in Exile Summer Bus Tour in KÖLN) Morgen wird ab 12.30 Uhr dann auf dem Rudolfplatz eine Veranstaltung mit Redebeitragen stattfinden. Thema ist hierbei vor allem sexualisierte Gewalt, die geflüchtete Frauen in Unterkünften erfahren. Welche Städte die Bustour in den nächsten Tagen erreicht und Berichte der bisherigen Tour gibt es unter www.women-in-exile.net.

Am 13. August kommen Women in Exile & Friends zum Abschluss der Sommerbustour nach Berlin. Ab 15 Uhr wird es zur Begrüßung eine Kundgebung und Kulturprogramm auf dem Oranienplatz geben.

  • Rede von Women in Exile
  • Grußworte von Unterstützer*innen
  • Fotoausstellung der Bustour
  • Madalenas/Kuringa: Theater der Unterdrückten
  • Musik
  • Fußball

zur Facebook-Veranstaltung



Dyke* March 2016

Wer in Berlin alle Veranstaltungen, Demos und Partys unter'm Regenbogen mitnehmen will, hat vor allem im Juli einen rappelvollen Terminkalender. Kaum vom Lesbisch-Schwulen Stadtfest erholt, heißt es schon diesen Freitag wieder: Lieblingsmenschen einsammeln, Sprüche auf Transparente und Schilder schreiben, kühle Getränke besorgen und auf zum Dyke* March 2016.

Seit 2013 wird auf diese Weise für mehr lesbische Sichtbarkeit und Lebensfreude demonstriert. Auch in vielen anderen Städten, wie Toronto, San Francisco oder London, hat der Dyke* March am Vortag des CSD Tradition.

Start: 19 Uhr am Nollendorfplatz/Ecke Motzstrasse

Ende: ca. 22 Uhr am Südblock.



Mit bunten Tüchern Farbe bekennen – keine Stimme der AfD

Zur Berliner Landtagswahl rufen Berliner Frauen* auf:

Mit bunten Tüchern Farbe bekennen – keine Stimme der AfD

Vom 05. – 18. September hängen wir Berliner*innen bunte Tücher, Tischdecken, Bettbezüge aus unseren Fenstern, von unseren Balkonen, um ein Zeichen gegen ausgrenzende, homophobe, rassistische und antifeministische Politik zu setzen ...
... und jeden Tag werden wir mehr.

Die Kampagne steht für gesellschaftliche Solidarität und Zusammenhalt in Berlin.


Schließt Euch dieser Kampagne an und verbreitet sie!

Es gibt viele Gründe wählen zu gehen, aber keinen, AfD zu wählen.

 

"Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde."

Martin Luther King


V.i.S.d.P.: Berliner Frauen* gegen AfD c/o A. Landero, Schulstr. 25, 13187 Berlin
Facebook: Bunte Tücher gegen die AfD

 

 


Update zur Verhandlung von Gina-Lisa Lohfink - neuer Termin am 08.08.2016

Am 28.06.2016 konnte die Verhandlung nicht abgeschlossen werden, sodass es einen weiteren Prozesstag am 08.08.2016 geben wird. Ab 9.00 Uhr wird es wieder Solidaritätsaktionen vor dem Amtsgericht Tiergarten (Turmstrasse 91, 10559 Berlin) geben.

Informationen darüber, was vor Ort geplant ist und wie die Organisator_innen unterstützt werden können, werden in der Facebook-Veranstaltung gesammelt. So werden u.a. noch Redner_innen und Personen, die sich um Musik kümmern, gesucht.
Facebook-Veranstaltung

 

 


Soliaktionen für Gina-Lisa Lohfink am kommenden Montag, den 27.06.2016

Gina-Lisa Lohfink hatte 2012 eine Vergewaltigung angeklagt, die die mutmaßlichen Täter gegen ihren Willen gefilmt und öffentlich verbreitet hatten. Die mutmaßlichen Täter wurden freigesprochen. Nun steht Gina-Lisa Lohfink seit 1. Juni am Berliner Amtsgericht Tiergarten wegen angeblicher Falschbeschuldigung vor Gericht - ein Paradebeispiel für Täter-Opfer-Umkehr.

Für den kommenden Montag, 27.06.2016, wird deshalb zu Aktionen zur Unterstützung von Gina-Lisa mobilisiert. Aus dem Aufruf des #ausnahmslos-Bündnisses:


Am Montag, den 27. Juni 2016, wird ihr Prozess von 9 bis 14 Uhr im Amtsgericht Tiergarten (Turmstraße 91, 10559 Berlin) fortgesetzt. Der Support der sich im Netz bereits unter dem Schlagwort #TeamGinaLisa sammelt, soll nun auch vor Ort gezeigt werden.


Ausgehend von der „Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt“ ist bereits eine Solikundgebung vor dem Amtsgericht angemeldet worden.

Wir werden uns bei der Solikundgebung am 27. Juni vor dem Amtsgericht in Berlin beteiligen, machen jedoch darauf aufmerksam, dass wir die Sexarbeiter_innen- und trans*-feindlichen Positionen der Organisator_innen der „Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt“ ebenso wie etwaiger weiterer Solidaritätsbekunder_innen ablehnen.

Wir finden es wichtig, dass auch Sexarbeiter_innen und Trans_personen zu der Soliaktion kommen und hoffen, dass dies ein Raum ist, in dem die unterschiedlichen Positionen zu Sexarbeit seitens der Beteiligten nicht ausgetragen werden.

Wir freuen uns, wenn Ihr selbst vor Ort dabei seid, unseren Aufruf unterstützt und in Euren Verteilern, Netzwerken etc. zur Teilnahme an der inklusiven Solidaritätsaktion aufruft!

Das #ausnahmslos-Bündnis



Hierzu lesenswert: Gina-Lisa Lohfink: Wenn ein „Hör auf“ nichts mehr wert ist (SHEHADISTAN)

Twitter: #teamginalisa