Das aktuelle Programm gibt es hier als PDF zum Herunterladen.

 

 


Freitags 16.00 Uhr (2x monatlich) - Lust auf Kunst

Nouria Khadeeva


mit der diplomierten Kunstlehrerin und Malerin
Nouria Khadeeva


www.nkkunst.de

Malerei, Zeichnen, Aquarell für Anfängerinnen und Fortgeschrittene. Material ist mitzubringen.

Nächste Termine: 1. und 3. Freitag im Monat. 

2. und 16. November

7. und 21. Dezember

 

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Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72 

Anmeldung bitte unter E-Mail: bildung(at)schokofabrik.de, oder Tel: +49 (0)30 - 615 29 99

 

Aktuelle Ausstellung im Seminarraum

 

 


Mittwoch 21.11.2018, 18.00 Uhr - Kneipengespräche zu 100 Jahren Frauen*wahlrecht


Seit November 1918 dürfen Frauen* in Deutschland wählen und gewählt werden - die Grundlage für Gleichberechtigung und Demokratie. Das hatten viele Frauen* und Frauen*vereine lange Jahre unermüdlich erstritten und erkämpft. Und auch in den 100 Jahren seitdem haben Frauen* Geschichte geschrieben und es wurden Geschichten über sie geschrieben.

Wir wollen uns einigen der berühmtesten, aber auch den fast in Vergessenheit geratenen Wegbereiterinnen*, Kämpferinnen* und Politikerinnen* nähern, indem wir aus ihren Biografien lesen, Lieblingsstellen aus ihren Texten teilen oder Anekdoten erzählen.

 

Mittwoch, 21.11.2018

18.00 Uhr

O Y A 

Mariannenstr. 6   fb @oyacafekneipe

 

Alle dürfen. Keine muss.
Ideen und Quellen gibt es unter www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de.

Bringt gerne Bilder zur Untermalung mit oder meldet euch bis 18.11. unter frauenzentrum(at)schokofabrik.de, dann organisieren wir welche.


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Bild: Die ersten weiblichen* Abgeordneten der Weimarer Nationalversammlung bei einer Kaffeepause / Foto: Historisches Museum Frankfurt


Sonntag 02.06.2019 - Mauerspaziergang

 mit Renate Witt

Treffpunkt: Hof Mariannenstraße 6

 

Wir erinnern an besondere Ereignisse an diesem Mauerabschnitt, an die dort Erschossenen, an einen Sprengstoffanschlag und vieles mehr. Wir würden uns freuen, wenn Kreuzbergerinnen und Bewohnerinnen aus Mitte dazukämen, um ihre persönlichen Erinnerungen einzubringen. Renate Witt lebte bis 1980 in Friedrichshain und dann in Kreuzberg.

Nur mit Voranmeldung!

Voranmeldung unter: bildung(at)schokofabrik.de oder unter Tel. +49 (0)30 - 615 29 99



Vergangene Veranstaltungen



Dienstag 13.11.2018, 18.30 Uhr - Zwischen Leben und Tod: Organspende

Vortrag und Diskussion mit Anke L.Soumah, Heilpraktikerin, Trauer- und Sterbebegleiterin, GfG-Doula®-Ausbilderin


Für die Organspende wird geworben, da nicht genügend Spendeorgane zur Verfügung stehen. Je mehr Menschen einer Organspende zustimmen, desto mehr Leben können gerettet werden, so die Argumentation. Es ist wichtig, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und die Einstellung dazu zu dokumentieren. Jede Entscheidung braucht Information. Deshalb werden wir uns an diesem Abend mit einigen der vielen Fragen, die das Thema "Organspende" aufwirft, beschäftigen:
Was ist eigentlich der Hirntod, der die Voraussetzung für eine Organentnahme ist? Was unterscheidet ihn vom Herz-Kreislauf-Tod? Warum gibt es verschiedene Todesdefinitionen? Welche Organe können transplantiert werden? Was ist eine Gewebespende? Wie sieht das Leben mit einen transplantiertem Organ aus? Wie ist die Organspende rechtlich geregelt?

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 


Donnerstag 08.11.2018, 19.00 Uhr - Cryptoparty

Leider kann die Party wegen zu weniger Anmeldungen nicht stattfinden. Wir wollen im neuen Jahr einen zweiten Versuch starten! Infos folgen.

mit Heart of Code

Nach dem Überblick "Wie werde ich zur gläsernen Bürgerin*?" am 08. Oktober bieten wir eine "Cryptoparty" an, um der Gier der Wirtschaft und anderer nach unseren persönlichen Daten erfolgreich und völlig legal aus dem Wege zu gehen. Bitte bringt euren Laptop mit - WLan gibt es vor Ort. Wir bieten konkrete Anleitung zu sicherer Verschlüsselung von E-Mails (z.B. Thunderbird mit Enigmail) und zu anonymen Surfen im Internet (z.B. mit Tor oder Jondonym). Es gibt Anregungen zum Umgang mit den eigenen Daten in sozialen Netzwerken und Hinweise für sicheres Backup der eigenen Daten (z.B. Truecrypt).


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Nur für Frauen*!
Wir haben nur begrenzte Plätze, bitte anmelden unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de.


Ort: Seminarraum, Naunynstr. 72




Dienstag 06.11.2018, 18.30 Uhr - Mietrebellen - Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt

Dokumentarfilm von Gertrud Schulte Westenberg und Matthias Coers 

D 2014, deutsch, auf Wunsch mit engl. UT, 78 min.


In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieter*innenproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum. Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentner*innen um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

Wir freuen uns, dass Gertrud Schulte Westenberg selbst da sein wird und für Fragen und die ein oder andere Hintergrundinformation zur Verfügung steht.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 


Dienstag 30.10.2018, 18.30 Uhr - Pflegebedürftigkeit?

Wie können meine Angehörigen oder ich selbst so lange wie möglich zu Hause bleiben?

Vortrag und Gespräch mit Gisela Seidel 
Leiterin des Pflegestützpunktes Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte e.V. 

Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen fühlen sich durch die neue Lebenssituation dann häufig stark belastet. Gleichzeitig sehen sie sich einem Dschungel an gesetzlichen Regelungen und einem undurchschaubaren Hilfesystem ausgesetzt.
Dem Thema Pflege wollen wir auf den Grund gehen. Spezielle Fragen, die wir bei der Veranstaltung berücksichtigen sollten, können gern im Vorab bis eine Woche vor der Veranstaltung an den Pflegestützpunkt Friedrichshain-Kreuzberg gerichtet werden: pflegestuetzpunkt(at)diakonie-stadtmitte.de

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Anmeldung unter: +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 


Montag 08.10.2018, 18.30 Uhr - Bin ich schon gläserne Bürgerin*?

Bin ich schon gläserne Bürgerin*? Überwachung durch die Wirtschaft

Gespräch mit Beate Baum
Team Freiheit statt Angst e.V.

In der Veranstaltung soll untersucht werden, welche Auswirkung die Kontrolle der*s Verbraucher*in durch private Unternehmen und staatliche Institutionen inzwischen erreicht hat. Wie geschützt sind Arbeitnehmer*innendaten? Wie sicher ist die Übermittlung über ELENA? Wer hat Zugriff auf die Daten der elektronischen Gesundheitskarte der Krankenkassen? Wer weiß, dass Smartphone und Videoüberwachung Geo- bzw. Verhaltensprofile liefern, dass Mautsysteme Geoprofile erstellen, dass Surfen im Internet beliebig viele Daten an oft auch beliebig viele "Interessenten" sendet? Welche Daten werden beim Einkaufen mit Kundenkarten, Payback und ähnlichem gesammelt und an wen weitergeleitet? Was bedeutet Industrie 4.0 im Smart Home und im Auto durch e Call? Was bedeutet Scoring? Werden wir mit all unseren Daten berechnet? Welche Gefahren lauern in sozialen Netzwerken wie Facebook, WhatsApp, Twitter und so weiter? Diesen Fragen wollen wir nachgehen.

Wie es uns trotzdem gelingen kann, unsere Informations- und Bewegungsfreiheit im Netz mit ein wenig Datenschutz durchzusetzen, soll das Ziel der Veranstaltung sein.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de, nur für Frauen*!

 

 


Samstag 15.09.2018, 15.30 Uhr - Blick nach vorn: Feministische Frauen*projekte in Berlin

Im Rahmen der Feministischen Sommeruni

Eine Fishbowl-Diskussion der Arbeitsgemeinschaft soziokultureller Frauen*projekte im berliner frauennetzwerk
Erzählcafé

War Feminismus für manche bereits ein veralteter Begriff, scheinen feministische Theorien und Kämpfe wieder an Bedeutung zu gewinnen. Welche feministischen Ideen prägten und prägen die Frauen*projekte in Berlin und wie arbeiten diese? Wie sahen die Anfänge aus und welche Brüche und Herausforderungen haben die Arbeit verändert? Wie begegnen sie aktuellen "roll backs" und positionieren sich gegenüber Forderungen durch Teilhabe und Intersektionalität?

Weitere Informationen zur Feministischen Sommeruni Link

Ort: Raum 1.308, HU Campus Mitte, Unter den Linden



Mittwoch 12.09.2018, 19.00 Uhr - Berolinas zornige Töchter - 50 Jahre Berliner Frauenbewegung

Buchvorstellung und Gespräch mit der Autorin Annett Gröschner

50 Jahre hat es gebraucht, bis sich die Erkenntnis durchsetzte, dass der Aufbruch der Frauen* eines der nachhaltigsten Ergebnisse der 68er-Bewegung war. Berlin war dabei ein besonderer Ort der Frauen*bewegung, nicht erst seit 1968. Im Westteil der geteilten Stadt entstanden die ersten Kinderläden, das erste autonome Frauen*zentrum, die erste feministische Zeitung und das erste Frauen*haus. Im Ostteil waren die Bedingungen einer unabhängigen Frauen*bewegung andere, sie wurde eine wichtige Strömung der friedlichen Revolution 1989 und der von ihr gegründete Unabhängige Frauenverband eine wichtige Kraft bei der Wiedervereinigung. In Annett Gröschners Buch „Berolinas zornige Töchter“ geht es um die Geschichte der Berliner Frauen*bewegung in den letzten 50 Jahren, die, auch bedingt durch die jahrzehntelange Teilung der Stadt, nie eine geschlossene war. Herausgeberin des Buches ist das feministische Archiv FFBIZ.

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

Resümee

Annett Gröschner las ausgewählte Passagen ihres Buches und gab uns damit einen wunderbaren Einblick in ihre Chronik der Frauen*bewegungen Berlins.

Vielen Dank auch an Lisa und Dagmar vom FFBIZ für Moderation und Begleitung der Veranstaltung.


Unbedingt weiter zu empfehlen!

Das Buch kann beim FFBIZ bestellt (Link) oder auf einer der kommenden Lesungen erworben werden.

17.09. / 15 Uhr  - Frauentreff HellMa
27.09. / 19.30 Uhr  -  BEGiNE (für Frauen)
25.10. / 19 Uhr  -  Ewa Frauenzentrum (für Frauen)
13.12. / 19 Uhr  -  Frieda Frauenzentrum 




Dienstag, 04.09.2018, 19.00 Uhr - „... verhaftet und erschossen“ - Eine Familie zwischen Stalins Terror und Hitlers Krieg

Buchvorstellung und Gespräch mit der Autorin Anja Schindler, Moderation Renate Witt


"Am 31. Mai ist der offizielle Gedenktag der Republik Kasachstan für die Opfer politischer Repressionen. Aus diesem Anlass wurde unsere Ausstellung eröffnet, die dem Schicksal deutscher antifaschistischer Emigranten gewidmet ist, die in der Sowjetunion Opfer des stalinistischen Terrors wurden. Als eine Autorin begleitete ich die Wanderausstellung. Nach über 50 Jahren kam ich zurück in die Stadt, in der ich 1949 geboren wurde, die meine erste Heimat war und von der ich mich längst verabschiedet hatte... Karaganda, einst ungewollte, ungeliebte Heimat hunderter Häftlinge und Verbannten, war für mich keinesfalls verbunden mit Arbeitslager, Hunger und Entbehrungen. Einst war diese Stadt ausschließlich der Platz meiner schönen Kindheit. Heute ist mir bewusst, dass dieser Ort für meine Eltern eine ganz andere Bedeutung hatte: Terror gegen deutsche Antifaschisten, die vor Hitler flohen und in der Sowjetunion verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die Teilnahme an der zentralen Gedenkfeier für die Opfer der politischen Repressionen, der Besuch in Dolinka, das ich aus Erzählungen meines Vaters kannte und das bis zur Auflösung des Lagersystems in Kasachstan die zentrale Lagerverwaltung beherbergte, sowie der Besuch des Kinderfriedhofes des ehemaligen Frauenlagers waren nicht angetan, vermeintlich schönen Kindheitserinnerungen nachzuhängen."

Das Buch reiht sich ein in die Reihe der Familiengeschichten, verfasst von der Zweiten Generation, die selbst noch im Exil geboren wurde. Die Autorin konnte sich auf die Briefe ihrer Großmutter stützen, die diese bis zu ihrer Verhaftung nach Deutschland schrieb, sowie auf die Erinnerungen ihres Großvaters und ihrer Mutter, die anders als die Großmutter und deren Sohn den Terror des Jahres 1937 überlebten. So liegt eine dicht am Lebensalltag erzählte Kollektivbiographie einer Familie vor, die 25 Jahre das Schicksal der sowjetischen Mehrheitsbevölkerung teilte: in einer kaukasischen Kommune, im terrorisierten Leningrad, im Gulag und schließlich in der kasachischen Verbannung. Archivrecherchen erhellen die Hintergründe des Geschehens.

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

Resümee

Das Gespräch mit Anja Schindler war sehr aufschlussreich. Dieses Kapitel deutsch-russischer Geschichte ist leider wenig bekannt. An Hand dieser von der Autorin eindrucksvoll erzählten Schilderungen mit vielen Details aus dem Alltagsgeschehen hat uns sehr berührt.

Unsere Künstlerin Nouria Khadeeva hat dankenswerterweise wieder dokumentiert.




Sonntag 26.08.2018, 13.00 Uhr - Vom Kartoffelaufstand bis zu ÜPFI

Eine historische Spurensuche zu 100 Jahre Wahlrecht für Frauen* in Kreuzberg

mit Claudia v. Gélieu / Frauentouren

Jahrzehnte mussten Frauen* für ihr Wahlrecht kämpfen und nach 1918 ging der Kampf um Gleichstellung und Emanzipation weiter. Warum dauert es solange? Dieser Frage geht Frauengeschichtsexpertin Claudia v. Gélieu bei ihrer Führung nach. Sie erzählt von den Kämpfen der Frauen*bewegungen, stellt Feministinnen* und Frauen*organisationen vor und berichtet von politischer Verfolgung. Sie zeigt auch das neue Frauen*denkmal für Marie Juchacz, die im Februar 1919 als erste Frau im zentralen deutschen Parlament sprach.

Treffpunkt: U Hallesches Tor, Hallesche-Tor-Brücke

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Eine Veranstaltung des Frauenzentrums Schokofabrik.

Resümee

Claudia von Gelieu hat uns wieder einmal sehr kenntnisreich über einen weiten Zeitraum Berliner Frauengeschichte bis zu 100 Jahre Frauenwahlrecht durch unseren Kiez geführt. 

 


Lange Buchnacht in der Oranienstrasse: Samstag 26.05.2018, 18.30 Uhr - Andersrum ist auch nicht besser

Tania Witte, Autorin u. Journalistin, ist wieder einmal in Berlin und liest erstmals aus ihrer Kolumne

Bild: © Risk Hazekamp

Im Wechsel mit Steffen Jan Seibel bestückt Tania Witte die preisgekrönte ZEITmagazin-Kolumne Andersrum ist auch nicht besser. Die Jury des Felix-Rexhausen-Preises schrieb 2016 über die Kolumne: „Es geht um Muskelschwule mit Malteserhündchen und Lesben mit dreibeinigem Dackel, um eine mysteriöse Fähigkeit, mit deren Hilfe Homosexuelle andere Homosexuelle orten, und um deren symbiotischen Look, der Homos in Beziehungen schneller ereilt als Heteros. Steffen Jan Seibel und Tania Witte nehmen ihren Alltag, ihre Beziehungen, die Szene und die heterosexuelle Umwelt unter die Lupe. Ihre Texte sind witzig, derb und selbstironisch – die Jury hat beim Lesen viel gelacht.“

Keine Anmeldung notwendig!

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Ort: Treffpunkt, Mariannenstr. 6, Hinterhaus



Lange Buchnacht in der Oranienstrasse: Samstag 26.05.2018, 19.00 Uhr - Die 68erinnen - Porträt einer rebellischen Frauengeneration

Nicht alle haben zu dieser Veranstaltung im Januar bei uns einen Platz bekommen. Deshalb freuen wir uns, Euch einen Nachfolgetermin anbieten zu können.
Damit auch die interessierten Männer teilnehmen können, in Kooperation mit dem Südblock.

 

Lesung und Gespräch mit Ute Kätzel

Im Januar 1968 gründeten in Berlin Marianne Herzog, Helke Sander u.a. den „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“. Sie kritisierten, dass die „68er“ in ihren Konzepten zur Veränderung der Gesellschaft die sogenannte „Frauenfrage“ vergaßen. Die Frauen wehrten sich, es entstand die Neue Frauenbewegung. Das alles ist Geschichte. Vieles konnte von Feministinnen, Lesben und Queer People erkämpft werden. Doch die letzte Bundestagswahl hat gezeigt, dass nichts, was wir heute an Freiheiten und Bürger*innenrechten haben, selbstverständlich ist. Von der Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern sind wir immer noch weit entfernt. Ute Kätzel liest aus ihrem Buch, das auf lebensgeschichtlichen Interviews beruht. Es gilt als ein Standardwerk zum Thema.

Keine Anmeldung notwendig!

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Ort: aquarium (Südblock), Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin



Donnerstag 26.04.2018, 18.30 Uhr - Der tiefe Riss - Wie Politik und Wirtschaft Eltern und Kinderlose gegeneinander ausspielen


Buchbesprechung mit Renate Witt


Unser Sozialsystem benachteiligt Eltern, weil wir zwar Kinder brauchen, um es zu finanzieren, Kinder groß zu ziehen aber kaum honoriert wird. Arbeitgeber bevorzugen Mitarbeiterinnen ohne Kinder, weil sie flexibler einsetzbar erscheinen. Dadurch ist Kinderlosigkeit gerade für gut ausgebildete Männer und Frauen ein attraktives Lebensmodell geworden. Kinderlose wiederum zahlen in den meisten Unternehmen mit Überstunden für fehlgeschlagene Vereinbarkeitspolitik der vergangenen Jahre. Dieses Buch tritt an, um diesem Zustand ein Ende zu bereiten. Es streitet für ein Umdenken in den Unternehmen und für ein völlig umgestaltetes, gerechteres gesellschaftliches Modell.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Auf der Webseite www.elternklagen.de gibt es die Möglichkeit, für die Änderung unseres Sozialsystems zu votieren.

 

 


Freitag 20.04.2018, 19.00 Uhr - Maternidades subversivas

Lesung über Subversive Mutter*- und Elternschaft(en) mit der Autorin Maria Llopis

spanisch mit deutscher Übersetzung durch das Dolmetschkollektiv Interprise

 

Bild: © Joan Turu

 

Mutterschaft und Mütterlichkeit nehmen in aktuellen feministischen Debatten im deutschsprachigen Raum leider wenig Raum ein. So wird oft auf die retraditionalisierenden Tendenzen in Bezug auf Schwangerschaft und Kinder hingewiesen, die links-feministischen Kontexten und Aktions-formen entgegenzustehen scheinen. Umso wichtiger erscheint jedoch eine Auseinandersetzung mit emanzipatorischen Deutungen des Muttertopos und queer-feministischen Problematisierungsweisen der Lebensrealitäten von Müttern*/Eltern. Genau das hat sich die valencianische Aktivistin und Künstlerin Maria Llopis in ihrem Buch „Subversive Elternschaft(en)” zum Anliegen gemacht. In 18 Interviews stellt sie ganz unterschiedliche Erfahrungen zu den Themen extatische Entbindung, Mutterschaft und Sexualität und Pornografie, Co-Elternschaft, queere Kindererziehung, transhack-feministische Mutterschaft, Ursprünge und Philosophie der traditionellen Hebammenkunst und Gynäkologie, Laktivismus, Ko-Stillen, postkoloniale Perspektiven auf Mutterschaft, Ökofeminismus, kreative Care Arbeit und viele andere Formen subversiver Elternschaft(en) vor.

Die Veranstaltung ist offen für Frauen*.

 

 

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

Es gibt ein Kinderbetreuungsangebot nebenan in der Kita Schokokids. Bitte meldet euch bei Bedarf.



Lesenswertes zu Mutterschaften* - Nachgang zur Lesung

Lena hat freundlicherweise eine Literaturliste zum großen Themenkomplex Mutterschaft* zusammengestellt  (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) - eine bunte Mischung aus feministischen, kapitalismuskritischen Perspektiven auf Reproduktion, Muttertopos, Geburt, Sexualnormen, gendersensible Kindererziehung etc.

Liste als PDF

An dieser Stelle auch der Link zu Marias Homepage: 

Maria Llopis


Und nochmal ein großes DANKESCHÖN für eure Präsenz und anregenden Fragen!

 

 


Mittwoch 21.03.2018, 19.00 Uhr - Kairo 678 - Feminismus in Ägypten - Gewalt und Gegenwehr

Film von Mohamad Diab, Ägypten


Ein Ägypter dreht einen feministischen Spielfilm? Aber ja. Mohamed Diabs "Kairo 678" ist ein Protestschrei, der sich aus konkret verbürgten Fällen speist - von der sexuellen Belästigung im Bus bis zur vollzogenen Vergewaltigung. Mit dem Bus 678 fährt Fayza (Bushra Parwani) nach der Arbeit quer durch Kairo nach Hause. Lieber würde sich die erschöpfte junge Frau ein Taxi leisten, doch das Schulgeld für zwei Kinder will bezahlt sein, und der Mann verdient mit Gelegenheitsarbeiten nicht genug. Fayzas Kleidung verhüllt Körper und Haar, sie erfüllt das Bild der züchtigen Frau nach dem Denkschema ihrer Kultur vollkommen, dennoch wird sie im Bus sexuell belästigt und verfolgt. Der übliche Trick der Täter: Sie drängen sich mit einer Zitrone in der Hosentasche an eine Frau heran – und nutzen deren Schockstarre für umso intimere Übergriffe im Schutz der Menge. Jede laute und direkte Abwehr wäre zwecklos, sie würde allein die Frau als Schuldige bloßstellen. Die Fahrgäste ignorieren solche Vorfälle, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

 

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Resümee

Wir haben uns sehr über das große Interesse am Film gefreut. Es ist auch ein wunderbarer Film, der es trotz schwieriger Thematik an Humor nicht fehlen lässt.

Wegen der großen Nachfrage haben wir ihn am 22.03.2017 gleich noch einmal gezeigt.

Dank auch an die Medienzentrale des ADK (medienzentrale(at)akd-ebbo.de) für die Ausleihe.




Montag 05.03.2018, 19.00 Uhr - Lesben raus - Für mehr lesbische Sichtbarkeit

Autorinnenlesung mit Stefanie Kuhnen

28 Autor*innen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema „lesbische Sichtbarkeit“ und gehen der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen? Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Und wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden?

Bild:© Martin Pelzer

 

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72



Dienstag 06.02.2018, 18.30 Uhr - Medical Apartheid von Harriet Washington

Buchbesprechung mit Katharina Oguntoye, Historikerin u. Projektleiterin von Joliba

Bild rechts: Harriet Washington

„Medizinische Rassentrennung“ ist die erste und vollständigste Geschichte des Experimentierens an Afroamerikanern, vom Zeitalter der Sklaverei bis zum heutigen Tag. Seit den frühesten Begegnungen zwischen schwarzen Amerikanern und weißen Forschern und Pseudowissenschaftlern wurden Schwarze ohne ihr Wissen für medizinische Experimente missbraucht, eine Tradition, die bis heute in Teilen der schwarzen Bevölkerung anhält. Es begann mit Grabräuberei, Leichenöffnungen und Sezieren. Im 20. Jahrhundert wurde unter dem Deckmantel von Eugenik und anderen Pseudowissenschaften und des verbreiteten sozialen Darwinismus die unzureichende medizinische Versorgung gerechtfertigt und auf Grund der „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ propagiert, dass Schwarze biologisch "untergeordnet", "sexbesessen" und "ungeeignet" sind, Verantwortung zu übernehmen. Beteiligt an diesen Gräueltaten waren nicht nur Krankenhäuser, sondern auch die Streitkräfte, Gefängnisse und private Einrichtungen, mit Wissen und im Auftrag der Regierung. Die jahrelange Forschung der Autorin offenbart, weshalb die schwarze amerikanische Bevölkerung den medizinischen Einrichtungen mit tiefem Misstrauen begegnet.

 

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Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Resümee

Katharina Oguntoye (Bild links) hat uns diese schwere Thematik sehr nahe gebracht. Es ist klar geworden, warum die schwarze Bevölkerung in den USA und auch anderen Länder dem westlichen Gesundheitssystem so skeptisch gegenüber steht und gleichberechtigte Behandlung zu wenig einfordert. 

Das Buch sollte unbedingt ins Deutsche übersetzt werden. 


Donnerstag 01.02.2018, 19.00 Uhr - Mandu Yenu

Film von Peter Heller, 60 min, mit seiner freundlichen Genehmigung

Gespräch mit Wanda Lehmann, Restauratorin, und Luzie Lehmann, angehende Kulturwissenschaftlerin

Bilder: © Ethnologisches Museum Berlin

Die Geschichte eines afrikanischen Königsthrones, Mandu Yenu, der bis vorkurzem im Berliner Völkerkundemuseum bestaunt wurde: Das Symbol der Macht des Königs der Bamoun erhielt der deutsche Kaiser vor gut hundert Jahren aus der Kolonie Kameruns zum Geburtstag „geschenkt“. Der Film schildert die Begegnung eines schwarzen Königs mit den Europäern, er gibt ein Bild von der hohen Kultur der vorkolonialen Zeit in Westafrika und von der Selbstherrlichkeit der deutschen „Herrenmenschen“, die als Eroberer gekommen sind. Die Referentinnen haben die Geschichte, speziell die der afrikanischen Exponate, die künftig im Humboldtforum gezeigt werden sollen, recherchiert.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Regenbogenfabrik, Kinosaal, Lausitzer Straße 22



Resümee

Dank Marc Elies konnten wir die Veranstaltung mit dem Filmbeitrag „Transparent Walls“, eine Gemeinschaftsproduktion von archefilm und Bamenda filmschool, beginnen. 

Dieser und der Film „Mandu Yenu“ von Peter Heller filmkraft hat uns eindrücklich den Hintergrund und die Herkunft des Königthrones der Bamoun nahegebracht.

Die Referentinnen haben uns viele Informationen und unterschiedliche Standpunkte zum Thema Humboldtforum geliefert. Sehr interessante Gespräche im Anschluss und der Wunsch nicht nur in akademischen Kreisen darüber zu entscheiden, was wie und wo in unseren Museen präsentiert wird.

Die Mehrheit findet, dass Kolonialgeschichte immer noch viel zu sehr vernachlässigt wird.

 


Mittwoch 24.01.2018, 18.30 Uhr - Die 68erinnen - Porträt einer rebellischen Frauengeneration

Lesung und Gespräch mit Ute Kätzel

Im Januar 1968 gründeten in Berlin Marianne Herzog, Helke Sander u.a. den „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“. Sie kritisierten, dass die „68er“ in ihren Konzepten zur Veränderung der Gesellschaft die sogenannte „Frauenfrage“ vergaßen. Die Frauen wehrten sich, es entstand die Neue Frauenbewegung. Das alles ist Geschichte. Vieles konnte von Feministinnen, Lesben und Queer People erkämpft werden. Doch die letzte Bundestagswahl hat gezeigt, dass nichts, was wir heute an Freiheiten und Bürger*innenrechten haben, selbstverständlich ist. Von der Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern sind wir immer noch weit entfernt. Ute Kätzel liest aus ihrem Buch, das auf lebensgeschichtlichen Interviews beruht. Es gilt als ein Standardwerk zum Thema.


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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de


Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Resümee

Wir danken Ute Kätzel für die wunderbare Veranstaltung. Es ist ihr gelungen uns in die Zeit des Aufbruchs mitzunehmen und die Errungenschaften bis heute aufzuzeigen. Wie geht es weiter? Die Problematik ist komplexer geworden. Wir finden sie in allen Lebenszusammenhängen.

Die Veranstaltung und die lebhafte Diskussion mit den Teilnehmerinnen* war inspirierend und ermutigend, sich darüber mehr Gedanken zu machen.

Es haben leider nicht alle einen Platz gefunden. Wir leiten Anfragen für eine Veranstaltung anderenorts gern an die Referentin weiter.