Bildungsprogramm für das 2. Halbjahr 2017 zum Download

Unser Bildungsprogramm für das 2. Halbjahr 2017 mit dem Schwerpunkt "Frauen*gesundheit" ist fertig und kann hier als PDF heruntergeladen werden. In den nächsten sechs Monaten wird es ein spannendes Angebot zum Thema mit Vorträgen, Diskussionen und Lesungen geben. Wir freuen uns auf euer Kommen! Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

 

 


Freitags 16.00 Uhr (2x monatlich) - Lust auf Kunst

Nouria Khadeeva


mit der diplomierten Kunstlehrerin und Malerin
Nouria Khadeeva


www.nkkunst.de

Malerei, Zeichnen, Aquarell für Anfängerinnen und Fortgeschrittene. Material ist mitzubringen.

Nächste Termine: 1. und 3. Freitag im Monat. 

08. +. 22. September (am 1. Freitag wird renoviert, deshalb der 2. + 4.)

06. + 20. Oktober

03. + 17. November

01. + 15. Dezember

Keine Anmeldung erforderlich.

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72 , E-Mail: bildung(at)schokofabrik.de, Tel: +49 (0)30 - 615 29 99

 

 


Mittwoch 20.09.2017, 18.30 Uhr - Hausmittel aus aller Welt


Vortrag und Gespräch mit Dr. Annette Kerckhoff und Caroline Contentin El-Masri

Es sind die Frauen, die sich damit auskennen, wie Heilmittel aus Küche und Garten eingesetzt werden, als Tees, Auflage, Tinktur, Umschlag oder Einreibung, zur Vorbeugung, im Krankheitsfall und nicht zuletzt für die Schönheit. Gemeinsam haben die Werkstatt Ethnologie e.V., die Carstens-Stiftung "Natur und Medizin" und die Neuköllner Stadtteilmütter in den letzten Jahren Workshops zu „Hausmitteln aus aller Welt" gemacht. Auf diesen Veranstaltungen sind viele  interessante Rezepte ausgetauscht worden, die nachrecherchiert und in einem Buch niedergeschrieben wurden. Caroline Contentin El-Masri, Sozial- und Kulturanthropologin im Bereich Medizinethnologie, und Dr. Annette Kerckhoff, Gesundheitswissenschaftlerin, Heilpraktikerin, Lehrbeauftragte in naturheilkundliche Selbsthilfe, werden an diesem Abend über die sozialen und kulturellen Aspekte von Gesundheit und Heilung einerseits, die Rezepte und die Heilwirkungen der verwendeten Zutaten andererseits sprechen. Im Anschluss freuen wir uns auf einen weiteren Austausch und die Vernetzung von Frauen, die sich für die Themen Gesundheit, „Medizin aus der Küche“ und Selbsthilfe interessieren.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 


Mittwoch 04.10.2017, 18.30 Uhr - Geburt: Bedrohtes Welt-Naturerbe?

 

Vortrag und Diskussion mit Anke L. Soumah, HP und Doula/-ausbilderin der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung

Geburt ist ein physiologischer Vorgang, der den Fortgang der Menschheit sichert. Deshalb ist er von Natur aus auf Erfolg ausgerichtet. Und doch gibt es keinen anderen natürlichen Vorgang, dem mit einem vergleichbaren grundsätzlichen Misstrauen begegnet wird. Die Folge ist die Medikalisierung und Pathologisierung von Schwangerschaft und Geburt: Kein anderer physiologischer Vorgang findet routinemässig in 98% aller Fälle im Krankenhaus und unter medizinischer Überwachung statt.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72



Dienstag 10.10.2017, 19.00 Uhr - Die haben gedacht, wir waren das

 

mit Özge Pinar Sarp, Autorin, Politologin, Beobachterin der NSU-Prozesse

in Kooperation mit der Regenbogenfabrik

Der NSU steht für eine in der bundesdeutschen Geschichte rassistische Mordserie deutscher Neonazis. Das Buch „Die haben gedacht, wir waren das“ stellt erstmals die Perspektiven derer in den Mittelpunkt, die den rechten Terror und Rassismus tagtäglich am eigenen Leib erleben. Özge Pinar Sarp beobachtet die Aufarbeitung des NSU-Komplexes. Die jahrelangen Prozesse der Aufklärung begleitet sie nicht nur als Prozessbeobachterin, sondern ist zugleich aktive Kämpferin um Gerechtigkeit für die Opfer rassistischer Gewalt. Sie liest aus ihrem Sammelbandbeitrag zur Bedeutung rechtsterroristischer Morde von 1980 bis heute für Betroffene und Türkei-stämmige Communities in Deutschland. Neben eigenen Eindrücken aus der Prozessbeobachtung berichtet sie von Erfahrungen und Begegnungen mit den Opferfamilien und Betroffenen sowie ihren eigenen Erfahrungen.  

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Regenbogenfabrik, Kino, Lausitzer Str. 22




Freitag 24.11.2017, 19.00 Uhr - Nein, und immer wieder nein!

 

Gespräch und Diskussion mit Lea Wagner, RA Christina Clemm, Anne Roth, Sophia Weiss, Moderation Waltraud Schwab 

Sehr viele Frauen* haben sexuelle Gewalt im Alltag erlebt, verbal oder tätlich. Viele kennen  die Angst davor. Auf dem taz-Blog „Heimweg“ berichten Frauen von sexuellen Übergriffen. Waltraud Schwab, Redakteurin bei der taz. am wochenende, hat diesen Anfang 2016 ins Leben gerufen.

Lea Wagner hat den Blog ausgewertet. Dazu gab es eine Veranstaltung im Februar im TAZ-Cafe. Leider müssen wir uns immer wieder mit diesem Thema beschäftigen. Die Rechtsanwältin Christina Clemm wird die derzeitige Gesetzeslage erörtern. Lea Wagner berichtet über eigene Erlebnisse und Auswertung des Blogs. Anne Roth, Mitarbeiterin der Beratungsstelle LARA, Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen, wird von ihrer täglichen Arbeit erzählen. Angefragt ist auch Sophia Weiss, Autorin des Buches „Sehnsucht nach Mutterland“.

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Wird noch bekannt gegeben


Mauerspaziergang

 

Treffpunkt: Hof Mariannenstraße 6

Ständiges Angebot ab 5 Teilnehmerinnen!

Wir erinnern an besondere Ereignisse an diesem Mauerabschnitt, an die dort Erschossenen, an einen Sprengstoffanschlag und vieles mehr. Wir würden uns freuen, wenn Kreuzbergerinnen und Bewohnerinnen aus Mitte dazukämen, um ihre persönlichen Erinnerungen einzubringen. Renate Witt lebte bis 1980 in Friedrichshain und dann in Kreuzberg.

Nur mit Voranmeldung!

Voranmeldung unter: renatewitt(at)schokofabrik.de oder unter Tel. +49 (0)30 - 615 29 99



Vergangene Veranstaltungen



Dienstag 12.09.2017, 18.30 Uhr - Gesund leben, gesund älter werden – (Wie) geht das in der Großstadt?


Vortrag und Gespräch mit Michaela Grigat HP


Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern ist gekennzeichnet durch die Fähigkeit, Stressoren gut ausbalancieren zu können. Hierbei wird zwischen inneren und äußeren Einflussfaktoren unterschieden. Ein Übergewicht  schädigender gegenüber fördernden Einflüssen führt zu Beschwerden und Krankheiten. In einer Großstadt wie Berlin gehören zu den äußeren Faktoren unter anderem Feinstaubbelastung, Lärm, Elektro- und Mobilfunksmog, dazu addieren sich Chemikalien aus Nahrung, Wohnumfeld und Kosmetik, die Enge im Straßenverkehr… Innere Faktoren haben sowohl psychisch-emotionale Anteile, wie z.B. der inneren Haltung dem Leben gegenüber, aber auch mit physischen Gegebenheiten, wie der -  auch altersabhängigen - individuellen Entgiftungsfähigkeit, der Versorgung mit Nährstoffen u.v.m. zu tun. Was also bedingt ein gesundes Leben? Ist es in einer Großstadt von heute auf Dauer möglich? Welche Möglichkeiten haben wir selbst, um gesünder zu werden und gut zu altern? Der Vortrag bietet eine Übersicht über umweltmedizinische und gesundheitsfördernde Erkenntnisse, basierend auf bewährtem traditionellen Heilwissen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Referentin ist Heilpraktikerin seit 1994 und seit vielen Jahren in eigener Praxis vollselbstständig niedergelassen. Sie verfügt über umfangreiche Ausbildungen in traditionellen europäischen und ostasiatischen Heilmethoden.

www.hp-grigat.de

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de


Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Freitag 01.09.2017, 18.30 Uhr - Mein Seelengarten - Selbstwahrnehmung und Abgrenzung


Vortrag und Gespräch mit Coelestine Sichelschmidt von Kuyck

Ein Garten ist ein umzäuntes Gebiet, in dem gepflanzt wird. Was könnte gemeint sein mit Seelengarten? Jeder Mensch besitzt etwas, was sein „Selbst“ ausmacht. Dieses sollte gehegt,  gepflegt und beschützt werden. Was pflanzen wir in unseren Garten? Blumen, Bäume, Gräser, Heilpflanzen..... . Sie wollen gegossen und geliebt werden, damit sie wachsen und gedeihen. Wir freuen uns an Schmetterlingen, hübschen Käfern, Eidechsen und Vögeln. Wir beschützen unser Werk durch Abgrenzung, einer Mauer zum Beispiel. Woraus bauen wir diese? Ab und an möchten oder müssen  wir unseren Garten verlassen.

Deshalb gibt es ein Tor. Womöglich wundern wir uns manchmal oder gar öfter über zertrampelte Beete und Unrat, der sich im Garten sammelt. Hatten wir ungebetenen Besuch? Deshalb sollten wir gut darauf achten, das Gartentor immer gut zu schließen.

Während meiner Kur in Schloss Hamborn durfte ich an dem Vortrag von Frau Dr. Sichelschmidt von Kuyck „Mein Seelengarten“ teilnehmen. Ich war so begeistert, dass ich sie im September 2014 erstmals zu uns eingeladen hatte. Die Teilnehmerinnen waren ebenso begeistert wie ich. Viele baten um eine Wiederholung. Jetzt können wir der Bitte nachkommen. 

Rechtzeitige Anmeldungen sichern Plätze! (Renate Witt)

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Anmeldung unter bildung(at)schokofabrik.de.

 

Ort: Treffpunkt, Mariannenstr. 6. Hinterhaus, 3. OG

 


Sonntag 13.08.2017, 11.00 Uhr - ca. 14.00 Uhr - Mauerspaziergang

©Foto: imago/Carmen Schucker

Wo war eigentlich die Mauer in Kreuzberg? Wir gehen vom Mariannenplatz über das Engelbecken, den Moritzplatz zum Checkpoint Charlie. Wir erinnern an besondere Ereignisse an diesem Mauerabschnitt, an die dort Erschossenen, an einen Sprengstoffanschlag und vieles mehr. Wir würden uns freuen, wenn Kreuzbergerinnen und Bewohnerinnen aus Mitte dazukämen, um ihre persönlichen Erinnerungen einzubringen. Renate Witt, die die Führung anbietet, lebte bis 1980 in Friedrichshain und dann in Kreuzberg.

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Treffpunkt: Frauenzentrum Schokofabrik, Hof Mariannenstr. 6

Nur mit Voranmeldung unter: renatewitt(at)schokofabrik.de

 


Samstag 01.07.2017, 13.30 - ca. 17.00 Uhr - Charlotte von Mahlsdorf - Ich bin meine eigene Frau


Besuch des Gründerzeitmuseums in Mahlsdorf
davor Vortrag zur o. g. Biografie von Renate Witt im Gutspark

© dpa

Wie man als schwuler Transvestit, eine Minderheit innerhalb einer Minderheit, Naziherrschaft und SED-Bürokratie in Deutschland überlebt und - vor allem - lebt, davon erzählt Charlotte von Mahlsdorf in ihrer ungewöhnlichen Biographie "Ich bin meine eigene Frau". Charlotte von Mahlsdorf zieht mit ihrem glänzenden Erzähltalent jede*n in ihren Bann. Charlotte von Mahlsdorf, 1928 als Lothar Berfelde im Berliner Vorort Mahlsdorf geboren, war eine faszinierende Persönlichkeit, eine couragierte Außenseiterin und Zeitzeugin, wie man nur noch wenige trifft. Unter einem tyrannischen Vater, der den mädchenhaften Knaben zu einem "echten" Soldaten machen wollte, wächst sie im Deutschland der Nazis auf. Auch die SED-Bürokratie, die ihr das private Gründerzeit-Museum wegnehmen wollte und sie zur "unerwünschten Person" machte, übersteht Charlotte in Faltenrock und Kittelschürze. 

Wir bekommen vor Ort eine Extraführung, Voraussetzung mind. 10 Personen.
Die Betreiber des Museums kannten Charlotte von Mahlsdorf noch persönlich.

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Treffpunkt: S-Bahnhof Jannowitzbrücke an der Rolltreppe, 13.30 Uhr, Museumseintritt 3,50 € (Erm. erfragen)

Bitte unbedingt anmelden bis 28.06.2017 unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Resümee

Schon in der S-Bahn begann Renate Witt aus dem Leben von Charlotte von Mahlsdorf zu erzählen. Es regnete nicht, so konnten wir unser Gespräch im Garten fortsetzen. Charlotte war schon eine besondere Persönlichkeit, die ihr Leben mit einem großen Selbstverständnis in die Hand nahm. Die Führung durch die Räume, mit vielen persönlichen Erinnerungen an sie, war beeindruckend - besonders ihre geliebten Musikgerätschaften.




Donnerstag 15.06.2017, 19.00 Uhr - Die „neuen Alten“ - Älterwerden aus weiblicher* Sicht


Reisebericht und Vortrag mit Karin Mielke

Im April 2011 begann Karin Mielkes Vorruhestand und damit auch die Erfüllung eines großen Traumes: eine dreimonatige Australienreise. Als Wwooferin hat sie auf Farmen mitgearbeitet und berichtet von dieser spezifischen Reiseart, teilt Bilder und gibt Tipps, wie frau* Reisen am besten selbst organisieren kann. Von Pferdefarm bis Traktor fahren, von Perth bis Sydney – an diesem Abend nimmt Karin Mielke uns mit auf ihre Reise und regt so auch den Austausch an über Ängste, Möglichkeiten und (Reise-)wünsche von Frauen* von und im „Unruhestand“.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de.


Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72



Samstag 20.05.2017, 18.00 Uhr: Im Rahmen der 19. Langen Buchnacht in der Oranienstrasse 2017 "Sehnsucht nach Mutterland"

Lesung und Gespräch mit Sophia Weiss
Autorin, Dipl. Sozialpädagogin

Maya, eine junge Frau, die sich fremd fühlt in der patriarchalen Gesellschaftsordnung, ist auf der Suche nach sich selbst. Ihr Weg führt sie zunächst nach "Frauenland", ein Selbstversorgerinnenhof in Dänemark. Von dort wandert sie drei Jahre lang mit ihrem Pferd und ihrem Hund nach Südfrankreich in die Pyrenäen. Maya erlebt die Leichtigkeit des Unterwegs-Seins. Immer wieder macht sie die Erfahrung, dass sie alles bekommt, was sie braucht. Maya begegnet ihren Ängsten, schmerzhafte, machtvolle Erinnerungen greifen nach ihr. Immer bleibt sie in Bewegung. Ihr Vertrauen in sich selbst wächst und sie findet die Kraft innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Sophia Weiss wurde 1962 geboren. Als junge Frau fand sie ihren Platz in der Frauenbewegung. Das Zusammenleben mit Frauen und Tieren und die Arbeit als Selbstversorgerin durchzieht wie ein roter Faden ihr Leben und ist ihr immer Heimat gewesen. In ihrem Diplom-Pädagogik-Studium und auch später in ihrer beruflichen Arbeit setzte sie sich intensiv mit den Folgen sexueller Gewalt auseinander. 'Frauensolidarität' heißt ihre Vision für die Zukunft und ist für sie der Weg ins Mutterland. Ihr besonderes Anliegen ist es, die Erfahrung des Verletzt-worden-Seins aus der Kammer der Privatsphäre und aus den Praxen der Therapeutinnen zu holen, und Frauen-Räume zu öffnen, in denen diese Erfahrung (mit)geteilt werden kann, zu sehen und zu hören sind.

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Lange Buchnacht in der Oranienstrasse 2017


Ort: Frauenzentrum Schokofabrik, Treffpunkt, Mariannenstr. 6, HH, III. Etage

Resümee

Wie eine mutige junge Frau, die den Kontakt zu ihrem inneren Kind auf Grund von sexueller Gewalterfahrung verloren hatte, diesen auf ihrem Weg von Dänemark nach Spanien oft schmerzhaft wiederfindet, schilderte die Autorin in ihrer sehr eindrucksvollen Lesung. Auch dank der sehr gut ausgewählten musikalischen Untermalung nahm sie uns ein Stück auf Mayas Reise zurück ins Leben mit.  Unbedingt empfehlenswert. 

Unsere Malkursleiterin Nouria Khadeeva hat zeichnerisch dokumentiert.