Feministische Bildungsarbeit

Bildungsprogramm für das 2. Halbjahr 2016 zum Download

Unser Bildungsprogramm für das 2. Halbjahr 2016 kann hier als PDF heruntergeladen werden. Wir haben wieder ein vielfältiges Angebot mit Vorträgen und Diskussionen, Lesungen und Filmen zusammengestellt und freuen uns auf euer Kommen! Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

 

 



Audre Lorde in Berlin "black lesbian feminist mother poet warrior"

Freitag 23.09.2016, 19.00 Uhr

Vortrag mit Einführung in die AL City Tour

Audre Lorde prägte Akademie wie Aktivismus und machte sich stark für an den Rand gedrängte Perspektiven wie die Schwarzer lesbischer Frauen*. In diesem Vortrag gibt Dagmar Schultz, Vertraute von Lorde und Produzentin des Filmes „Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992“, zusammen mit Ika Hügel Marshall,
Mitautorin des Scripts und Protagonistin in dem Film, einen Einblick in das spannende Leben und Wirken der Schriftstellerin und Aktivistin. Dabei nimmt sie vor allem Lordes Aufenthalt in Berlin in den Blick. Mit einer Einführung in die digitale Audre Lorde Berlin City Tour können wir uns selbst und über den Vortrag hinaus auf die Spuren dieser inspirierenden Persönlichkeit begeben.

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Ort: Treffpunkt, Mariannenstraße 6, 3. OG

 

 


Repair Café von Frauen* für Frauen*

Donnerstag 13.10.2016, 19.00 Uhr

Hilfe zur Selbsthilfe mit BUND Berlin e.V.

Aus alt mach neu – bringen Sie defekte Geräte oder Gegenstände mit, um sie kostenlos und unter der Anleitung von ehrenamtlich Helfenden wieder funktionsfähig zu machen. In angenehmer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen
wird gemeinsam geschraubt und gewerkelt. Die Ehrenamtlichen leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Behoben werden
können alle kleinen Defekte mit zum Teil großer Wirkung, die ohne den Einsatz teurer Ersatzteile und größeren Aufwand repariert werden können. Das schont Ressourcen und den Geldbeutel.
Bitte melden Sie sich unter 030 / 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de mit Namen und einer kurzen Fehlerbeschreibung des defekten Gerätes an!

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Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 


Feminismus im Netz und das gewaltvolle Echo

Freitag 28.10.2016, 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Jasna Strick

Revolutionen starten heutzutage im Internet – Thesen werden nicht mehr an Kirchentüren genagelt, sondern in Blogs geschrieben. Aus feministischer und genderpolitischer Sicht wurde dies in Deutschland erstmals 2013 durch den mit dem Grimme Online Award ausgezeichneten Hashtag #aufschrei sichtbar. Zum ersten Mal startete im deutschsprachigen Raum eine politische Debatte in sozialen Netzwerken und fand den Weg in klassische Medien, wo sie sich viele Wochen hielt.

Jasna Strick – Autorin, netzaktive Feministin und #aufschreiMitinitiatorin – gibt in ihrem Vortrag Einblick in die vielfältige netzfeministische Szene in Deutschland. Gleichzeitig analysiert sie die Strukturen des Antifeminismus im Netz und des konservativen Widererstarkens im Allgemeinen. Sie stellt aktivistische Erfolge der (auch, aber nicht nur) im Netz real existierenden Gewalt gegenüber und versucht, ein kämpferisches Fazit zu ziehen.

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Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 


Female HipHop

Donnerstag 10.11.2016, 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Autorin Michaela Wünsch und Rapperin Sookee (angefragt)

HipHop gilt als sexistischer und homophober als andere Musikgenres, aber auch als politischer. Dabei wird er vor allem als politisches Sprachrohr von eher männlichen als weiblichen Afroamerikaner*innen verstanden. Der Vortrag wird diese Vorwürfe wie Ansprüche, die vor allem weiße Rezipierende an HipHop richten, anhand
aktueller Tendenzen im Mainstream HipHop diskutieren und auf die komplexe Rolle von Akteurinnen*
im Hiphop zu verweisen.
Rapperin Sookee gibt dabei Einblicke in ihre Perspektiven auf HipHop als politische Künstlerin.

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Ort: Seminarraum, Naunynstr. 72

 

 


Erinnerungskultur der Zapatistinnen* im Widerstand

Freitag 25.11.2016, 19.00 Uhr

Vortrag von Dr. Teresa Orozco Martínez

Unter den ersten Dokumenten des Aufstandes des EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional) in Chiapas/Mexiko befindet sich „das revolutionäre Gesetz der Frauen“. Dessen erste Fassung enthält zehn klare Forderungen nach elementaren Rechten, die Zapatistinnen* vor allem gegen sexualisierte Gewalt reklamiert haben. Durch eine Politik der „kleinen Schritte“ kämpfen Zapatistinnen* bis heute für eine Kohärenz zwischen dem Bewahren von kultureller Differenz und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit, Bewegungsfreiheit, ein selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe. Welche Rolle spielt die Erinnerungskultur in diesem geduldigen Politisierungsprozess? Warum begründen sie ein weibliches Recht auf „würdige Wut“ (digna rabia) und wie gestaltet sich zugleich die unbedingte Zurückweisung patriarchaler Verfügungen sowohl durch familiäre, als auch private oder staatliche Akteur*innen? Welche Spannungen werden sichtbar zwischen ihrer kommunitären Orientierung und westlichliberalen oder postmodernen Feminismen? Kurze Filmausschnitte
aus Versammlungen der Zapatistinnen* werden gezeigt.

Dr. Teresa Orozco Martínez ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lateinamerika Institut der FU Berlin im Bereich Politikwissenschaft und Gender Studies.

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Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 


Repair Café von Frauen* für Frauen*

Donnerstag 08.12.2016, 19.00 Uhr

Aus alt mach neu – bringen Sie defekte Geräte oder Gegenstände mit, um sie kostenlos und unter der Anleitung von ehrenamtlich Helfenden wieder funktionsfähig zu machen.
In angenehmer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen wird gemeinsam geschraubt und gewerkelt. Die Ehrenamtlichen leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Behoben werden können alle kleinen Defekte mit zum Teil großer Wirkung, die ohne den Einsatz teurer Ersatzteile und größeren Aufwand repariert werden können. Das schont Ressourcen und den Geldbeutel.
Bitte melden Sie sich unter 030 / 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de mit Namen und einer kurzen Fehlerbeschreibung des defekten Gerätes an!

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Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 


Montags 18.00 Uhr (1x monatlich) - Schreibwerkstatt

mit der Philosophie-Absolventin, Forscherin, Dozentin und (Überlebens-)Künstlerin Delphine Glombik

Spielerisch und unabhängig von Vorkenntnissen können Frauen* kreatives Schreiben ausprobieren und unter Anleitung neue Ausdrucksmöglichkeiten erproben. Über das Schreiben kann auch eine Annäherung an die eigene Lebensgeschichte geschehen. Vor allem aber bietet der Kurs die Möglichkeit, sich kreativ und sprachlich in entspannter Atmosphäre auszuprobieren.

Schreiberfahrungen sind nicht notwendig. Papier und Schreibutensilien bitte mitbringen.

Termin: jeder 2. Montag im Monat
Keine Anmeldung erforderlich.

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72, E-Mail: bildung[at]schokofabrik.de, Tel.: 030/615 29 99

 

 


Freitags 16.00 Uhr (2x monatlich) - Lust auf Kunst

Nouria Khadeeva

mit der diplomierten Kunstlehrerin und Malerin Nouria Khadeeva


www.nkkunst.de

Malerei, Zeichnen, Aquarell für Anfängerinnen und Fortgeschrittene. Material ist mitzubringen.

Nächste Termine: im Juli wird es nur einen Termin geben - das ist Freitag, der 22.07.2016. Ab August dann wieder wie gewohnt der 1. und 3. Freitag im Monat: 05.08. und 19.08.2016 sowie 02.09. und 16.09.2016.

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72 , E-Mail: bildung[at]schokofabrik.de, Tel: +49 (0)30 - 615 29 99

 

 


Mauerspaziergang

 

Treffpunkt: Hof Mariannenstraße 6

Ständiges Angebot ab 5 Teilnehmerinnen!

Wir erinnern an besondere Ereignisse an diesem Mauerabschnitt, an die dort Erschossenen, an einen Sprengstoffanschlag und vieles mehr. Wir würden uns freuen, wenn Kreuzbergerinnen und Bewohnerinnen aus Mitte dazukämen, um ihre persönlichen Erinnerungen einzubringen. Renate Witt lebte bis 1980 in Friedrichshain und dann in Kreuzberg.

Nur mit Voranmeldung!

Voranmeldung unter: bildung(at)schokofabrik.de oder unter Tel. +49 (0)30 - 615 29 99



 

Resümees der letzten Veranstaltungen

Mehrfache Diskriminierungen und Flucht und Asyl

Was bedeutet eigentlich Mehrfachdiskriminierung? Was sind unsere eigenen Zugänge zu dem Thema? Wie ergeht es queeren Geflüchteten in Berlin? Diese Fragen besprachen wir mit Saideh Saadat-Lendle (Les Migras) und Salma Arzouni (GLADT) und gewannen spannende Einblicke in ihre langjährige Erfahrung in der Vereinsarbeit von, mit und für LGBTIQ Migrant*innen. In einem ersten Teil ging es hierbei um spezifische Erfahrungen, die LGBTI* machen, die nach Deutschland migrieren und auch darum, wie Mehrfachzugehörigkeit verstanden werden kann. Spannend war hierbei auch, über Empowerment zu diskutieren. Im zweiten Teil erfuhren wir mehr über die Schwierigkeiten queerer Refugees, Wohnungen zu finden und besprachen Handlungsmöglichkeiten.

„Kritik des Familismus“ mit Autorin Gisela Notz

Woher kommt die Norm der Kleinfamilie und welche Alternativen wurden zu ihr gesucht? Autorin Gisela Notz gab uns einen Einblick in das historische Entstehen des sogenannten Familismus und gemeinsam diskutierten wir Vor- und Nachteile von Familienmodellen. In angenehmer Wohnzimmeratmosphäre kam es zu einem regen Austausch, in dem sowohl persönliche Erfahrungen als auch politische Visionen Platz fanden.

„Wege, die wir gingen“ – Lesung mit Autorin Barbe Linke

Aus dem Wunsch heraus, individuelle Lebenswege zu dokumentieren und festzuhalten, führte Barbe Linke mit zwölf Frauen in Deutschland Interviews. So entstand eine spannende Collage diverser Biografien aus Ost- und Westdeutschland und nebenbei ein Zeitzeuginnendokument, das es so vorher nicht gab. Damit gibt das Werk Innenperspektiven in zwei politische Systeme, ohne dabei die Individualität der Frauen aus dem Blick zu verlieren. Ein inspirierender Abend und ein spannendes Buch mit überraschenden Einblicken und Erkenntnissen.

Lesung aus „In Unseren Eigenen Worten“

In der Langen Buchnacht gaben uns die Referentinnen von International Women Space einen Einblick in ihre spannenden Interviews mit diversen geflüchteten Frauen, wobei sie vor allem die Geschichte der Aktivistin Sister Mimi in den Blick nahmen. Wir erfuhren, wie die Referentinnen die Ereignisse am Ohlauer Platz und in der Gerhart-Hauptmann-Schule erlebten und interpretierten und wie Frauen sich innerhalb der Refugee Bewegung in Berlin positionieren. Durch das Buch können nun geflüchtete und nicht geflüchtete Personen Einblicke gewinnen und wir hoffen, dass auch das zweite geplante Buch zustande kommt.

Stadtspaziergang: Berliner Rebellinnen und couragierte Frauen

In einer kleinen, aber feinen Gruppe trotzten wir am Pfingstsonntag dem Wetter und begaben uns auf die Spuren couragierter Frauen in Berlin. Andrea Heubach von Frauentouren nahm uns mit auf eine Reise durch verschiedene Zeiten, Biografien und Kämpfe von diversen Frauen. Hedwig Dohm, Lily Braun und viele mehr begegneten uns bei diesem interessanten Spaziergang, der die kalten Füße allemal wert war.

Zur Lage geflüchteter Frauen in Berlin und Brandenburg

Zwei Referentinnen von Women in Exile e.V. haben spannende Einblicke in die spezifischen Erfahrungen und Forderungen geflüchteter Frauen gegeben. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, es wurde kontrovers diskutiert und es gab auch die Möglichkeit zur Vernetzung untereinander. Dabei erfuhren wir etwas über Fluchtgeschichten und über die prekäre Lage geflüchteter Frauen in Deutschland. Die Referentinnen stellten zudem die Arbeit ihres Vereins vor und sprachen sich für Zugänge zu Bildung und Arbeit und für eine dezentrale Unterbringung aus. Wir diskutierten mögliche Herangehensweisen und es wurde ein interessanter, auf Grund der Thematik aber auch aufwühlender Abend.

LGBTIQ-Bewegungen in der Türkei

Die Pädagogin und Aktivistin Ceyda Keskin hat uns einen spannenden Vortrag über den aktuellen Stand der LGBTIQ Bewegung in der Türkei gehalten. Wir haben eine Menge über die politische Situation in der Türkei, sowie Formen feministischer Intervention gelernt. Leider war die Veranstaltung nicht so gut besucht wie wir gehofft hatten. Wir hatten trotzdem einen interessanten und auch witzigen Abend.

Filmvorführung "Wo die freuen Frauen wohnen"

Wir hatten einen netten und gut besuchten Abend im Treffpunkt der Schokofabrik mit dem Film "Wo die freien Frauen wohnen". Darin ging es um das Volk der Mosuo aus dem Süden Chinas, das nach matriarchalen Traditionen lebt und versucht diese gegen den innerchinesischen Tourismus zu verteidigen.