Bildungsprogramm für das 2. Halbjahr 2017 zum Download

Unser Bildungsprogramm für das 2. Halbjahr 2017 mit dem Schwerpunkt "Frauen*gesundheit" ist fertig und kann hier als PDF heruntergeladen werden. In den nächsten sechs Monaten wird es ein spannendes Angebot zum Thema mit Vorträgen, Diskussionen und Lesungen geben. Wir freuen uns auf euer Kommen! Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

 

 


Montags 18.00 Uhr (2x monatlich) - Schreibwerkstatt


mit der Philosophie-Absolventin, Forscherin, Dozentin und (Überlebens-)Künstlerin Delphine Glombik

Spielerisch und unabhängig von Vorkenntnissen können Frauen* kreatives Schreiben ausprobieren und unter Anleitung neue Ausdrucksmöglichkeiten erproben. Über das Schreiben kann auch eine Annäherung an die eigene Lebensgeschichte geschehen. Vor allem aber bietet der Kurs die Möglichkeit, sich kreativ und sprachlich in entspannter Atmosphäre auszuprobieren.

Schreiberfahrungen sind nicht notwendig. Papier und Schreibutensilien bitte mitbringen.

Termine:

Für das erste Halbjahr 2017 sind das noch folgende Daten:

12. und 26. Juni

Keine Anmeldung erforderlich.


Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72, E-Mail: bildung(at)schokofabrik.de, Tel.: +49 (0)30 - 615 29 99

 

 


Freitags 16.00 Uhr (2x monatlich) - Lust auf Kunst

Nouria Khadeeva


mit der diplomierten Kunstlehrerin und Malerin
Nouria Khadeeva


www.nkkunst.de

Malerei, Zeichnen, Aquarell für Anfängerinnen und Fortgeschrittene. Material ist mitzubringen.

Nächste Termine: 1. und 3. Freitag im Monat. 

16. Juni

07. + 14. Juli

08. +. 22. September (am 1. Freitag wird renoviert, deshalb der 2. + 4.)

06. + 20. Oktober

03. + 17. November

01. + 15. Dezember

Keine Anmeldung erforderlich.

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72 , E-Mail: bildung(at)schokofabrik.de, Tel: +49 (0)30 - 615 29 99

 

 


Donnerstag 15.06.2017, 19.00 Uhr - Die „neuen Alten“ - Älterwerden aus weiblicher* Sicht


Reisebericht und Vortrag mit Karin Mielke

Im April 2011 begann Karin Mielkes Vorruhestand und damit auch die Erfüllung eines großen Traumes: eine dreimonatige Australienreise. Als Wwooferin hat sie auf Farmen mitgearbeitet und berichtet von dieser spezifischen Reiseart, teilt Bilder und gibt Tipps, wie frau* Reisen am besten selbst organisieren kann. Von Pferdefarm bis Traktor fahren, von Perth bis Sydney – an diesem Abend nimmt Karin Mielke uns mit auf ihre Reise und regt so auch den Austausch an über Ängste, Möglichkeiten und (Reise-)wünsche von Frauen* von und im „Unruhestand“.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de.


Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72



Samstag 01.07.2017, 13.30 - ca. 17.00 Uhr - Charlotte von Mahlsdorf - Ich bin meine eigene Frau


Besuch des Gründerzeitmuseums in Mahlsdorf
davor Vortrag zur o. g. Biografie von Renate Witt im Gutspark

© dpa

Wie man als schwuler Transvestit, eine Minderheit innerhalb einer Minderheit, Naziherrschaft und SED-Bürokratie in Deutschland überlebt und - vor allem - lebt, davon erzählt Charlotte von Mahlsdorf in ihrer ungewöhnlichen Biographie "Ich bin meine eigene Frau". Charlotte von Mahlsdorf zieht mit ihrem glänzenden Erzähltalent jede*n in ihren Bann. Charlotte von Mahlsdorf, 1928 als Lothar Berfelde im Berliner Vorort Mahlsdorf geboren, war eine faszinierende Persönlichkeit, eine couragierte Außenseiterin und Zeitzeugin, wie man nur noch wenige trifft. Unter einem tyrannischen Vater, der den mädchenhaften Knaben zu einem "echten" Soldaten machen wollte, wächst sie im Deutschland der Nazis auf. Auch die SED-Bürokratie, die ihr das private Gründerzeit-Museum wegnehmen wollte und sie zur "unerwünschten Person" machte, übersteht Charlotte in Faltenrock und Kittelschürze. 

Wir bekommen vor Ort eine Extraführung, Voraussetzung mind. 10 Personen.
Die Betreiber des Museums kannten Charlotte von Mahlsdorf noch persönlich.

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Treffpunkt: S-Bahnhof Jannowitzbrücke an der Rolltreppe, 13.30 Uhr, Museumseintritt 3,50 € (Erm. erfragen)

Bitte unbedingt anmelden bis 28.06.2017 unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de




Freitag 01.09.2017, 18.30 Uhr - Mein Seelengarten - Selbstwahrnehmung und Abgrenzung


Vortrag und Gespräch mit Coelestine Sichelschmidt von Kuyck

Ein Garten ist ein umzäuntes Gebiet, in dem gepflanzt wird. Was könnte gemeint sein mit Seelengarten? Jeder Mensch besitzt etwas, was sein „Selbst“ ausmacht. Dieses sollte gehegt,  gepflegt und beschützt werden. Was pflanzen wir in unseren Garten? Blumen, Bäume, Gräser, Heilpflanzen..... . Sie wollen gegossen und geliebt werden, damit sie wachsen und gedeihen. Wir freuen uns an Schmetterlingen, hübschen Käfern, Eidechsen und Vögeln. Wir beschützen unser Werk durch Abgrenzung, einer Mauer zum Beispiel. Woraus bauen wir diese? Ab und an möchten oder müssen  wir unseren Garten verlassen.

Deshalb gibt es ein Tor. Womöglich wundern wir uns manchmal oder gar öfter über zertrampelte Beete und Unrat, der sich im Garten sammelt. Hatten wir ungebetenen Besuch? Deshalb sollten wir gut darauf achten, das Gartentor immer gut zu schließen.

Während meiner Kur in Schloss Hamborn durfte ich an dem Vortrag von Frau Dr. Sichelschmidt von Kuyck „Mein Seelengarten“ teilnehmen. Ich war so begeistert, dass ich sie im September 2014 erstmals zu uns eingeladen hatte. Die Teilnehmerinnen waren ebenso begeistert wie ich. Viele baten um eine Wiederholung. Jetzt können wir der Bitte nachkommen. 

Rechtzeitige Anmeldungen sichern Plätze! (Renate Witt)

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de.

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 


Montag 11.09.2017, 18.30 Uhr - Gesund leben, gesund älter werden – (Wie) geht das in der Großstadt?


Vortrag und Gespräch mit Michaela Grigat HP


Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern ist gekennzeichnet durch die Fähigkeit, Stressoren gut ausbalancieren zu können. Hierbei wird zwischen inneren und äußeren Einflussfaktoren unterschieden. Ein Übergewicht  schädigender gegenüber fördernden Einflüssen führt zu Beschwerden und Krankheiten. In einer Großstadt wie Berlin gehören zu den äußeren Faktoren unter anderem Feinstaubbelastung, Lärm, Elektro- und Mobilfunksmog, dazu addieren sich Chemikalien aus Nahrung, Wohnumfeld und Kosmetik, die Enge im Straßenverkehr… Innere Faktoren haben sowohl psychisch-emotionale Anteile, wie z.B. der inneren Haltung dem Leben gegenüber, aber auch mit physischen Gegebenheiten, wie der -  auch altersabhängigen - individuellen Entgiftungsfähigkeit, der Versorgung mit Nährstoffen u.v.m. zu tun. Was also bedingt ein gesundes Leben? Ist es in einer Großstadt von heute auf Dauer möglich? Welche Möglichkeiten haben wir selbst, um gesünder zu werden und gut zu altern? Der Vortrag bietet eine Übersicht über umweltmedizinische und gesundheitsfördernde Erkenntnisse, basierend auf bewährtem traditionellen Heilwissen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Referentin ist Heilpraktikerin seit 1994 und seit vielen Jahren in eigener Praxis vollselbstständig niedergelassen. Sie verfügt über umfangreiche Ausbildungen in traditionellen europäischen und ostasiatischen Heilmethoden.

www.hp-grigat.de

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72


Mittwoch 20.09.2017, 18.30 Uhr - Hausmittel aus aller Welt


Vortrag und Gespräch mit Dr. Annette Kerckhoff und Caroline Contentin El-Masri

Es sind die Frauen, die sich damit auskennen, wie Heilmittel aus Küche und Garten eingesetzt werden, als Tees, Auflage, Tinktur, Umschlag oder Einreibung, zur Vorbeugung, im Krankheitsfall und nicht zuletzt für die Schönheit. Gemeinsam haben die Werkstatt Ethnologie e.V., die Carstens-Stiftung "Natur und Medizin" und die Neuköllner Stadtteilmütter in den letzten Jahren Workshops zu „Hausmitteln aus aller Welt" gemacht. Auf diesen Veranstaltungen sind viele  interessante Rezepte ausgetauscht worden, die nachrecherchiert und in einem Buch niedergeschrieben wurden. Caroline Contentin El-Masri, Sozial- und Kulturanthropologin im Bereich Medizinethnologie, und Dr. Annette Kerckhoff, Gesundheitswissenschaftlerin, Heilpraktikerin, Lehrbeauftragte in naturheilkundliche Selbsthilfe, werden an diesem Abend über die sozialen und kulturellen Aspekte von Gesundheit und Heilung einerseits, die Rezepte und die Heilwirkungen der verwendeten Zutaten andererseits sprechen. Im Anschluss freuen wir uns auf einen weiteren Austausch und die Vernetzung von Frauen, die sich für die Themen Gesundheit, „Medizin aus der Küche“ und Selbsthilfe interessieren.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 


Mittwoch 04.10.2017, 18.30 Uhr - Geburt: Bedrohtes Welt-Naturerbe?

 

Vortrag und Diskussion mit Anke L. Soumah, HP und Doula/-ausbilderin der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung

Geburt ist ein physiologischer Vorgang, der den Fortgang der Menschheit sichert. Deshalb ist er von Natur aus auf Erfolg ausgerichtet. Und doch gibt es keinen anderen natürlichen Vorgang, dem mit einem vergleichbaren grundsätzlichen Misstrauen begegnet wird. Die Folge ist die Medikalisierung und Pathologisierung von Schwangerschaft und Geburt: Kein anderer physiologischer Vorgang findet routinemässig in 98% aller Fälle im Krankenhaus und unter medizinischer Überwachung statt.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72



Dienstag 10.10.2017, 19.00 Uhr - Die haben gedacht, wir waren das

 

mit Özge Pinar Sarp, Autorin, Politologin, Beobachterin der NSU-Prozesse

in Kooperation mit der Regenbogenfabrik

Der NSU steht für eine in der bundesdeutschen Geschichte rassistische Mordserie deutscher Neonazis. Das Buch „Die haben gedacht, wir waren das“ stellt erstmals die Perspektiven derer in den Mittelpunkt, die den rechten Terror und Rassismus tagtäglich am eigenen Leib erleben. Özge Pinar Sarp beobachtet die Aufarbeitung des NSU-Komplexes. Die jahrelangen Prozesse der Aufklärung begleitet sie nicht nur als Prozessbeobachterin, sondern ist zugleich aktive Kämpferin um Gerechtigkeit für die Opfer rassistischer Gewalt. Sie liest aus ihrem Sammelbandbeitrag zur Bedeutung rechtsterroristischer Morde von 1980 bis heute für Betroffene und Türkei-stämmige Communities in Deutschland. Neben eigenen Eindrücken aus der Prozessbeobachtung berichtet sie von Erfahrungen und Begegnungen mit den Opferfamilien und Betroffenen sowie ihren eigenen Erfahrungen.  

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Regenbogenfabrik, Kino, Lausitzer Str. 22




Freitag 24.11.2017, 19.00 Uhr - Nein, und immer wieder nein!

 

Gespräch und Diskussion mit Lea Wagner, RA Christina Clemm, Anne Roth, Sophia Weiss, Moderation Waltraud Schwab 

Sehr viele Frauen* haben sexuelle Gewalt im Alltag erlebt, verbal oder tätlich. Viele kennen  die Angst davor. Auf dem taz-Blog „Heimweg““ berichten Frauen von sexuellen Übergriffen. Waltraud Schwab, Redakteurin bei der taz. am wochenende, hat diesen Anfang 2016 ins Leben gerufen.

Lea Wagner hat den Blog ausgewertet. Dazu gab es eine Veranstaltung im Februar im TAZ-Cafe. Leider müssen wir uns immer wieder mit diesem Thema beschäftigen. Die Rechtsanwältin Christina Clemm wird die derzeitige Gesetzeslage erörtern. Lea Wagner berichtet über eigene Erlebnisse und Auswertung des Blogs. Anne Roth, Mitarbeiterin der Beratungsstelle LARA, Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen, wird von ihrer täglichen Arbeit erzählen.  Angefragt ist auch Sophia Weiss, Autorin des Buches „Sehnsucht nach Mutterland“.

Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de

Ort: Wird noch bekannt gegeben

 


Mauerspaziergang

 

Treffpunkt: Hof Mariannenstraße 6

Ständiges Angebot ab 5 Teilnehmerinnen!

Wir erinnern an besondere Ereignisse an diesem Mauerabschnitt, an die dort Erschossenen, an einen Sprengstoffanschlag und vieles mehr. Wir würden uns freuen, wenn Kreuzbergerinnen und Bewohnerinnen aus Mitte dazukämen, um ihre persönlichen Erinnerungen einzubringen. Renate Witt lebte bis 1980 in Friedrichshain und dann in Kreuzberg.

Nur mit Voranmeldung!

Voranmeldung unter: renatewitt(at)schokofabrik.de oder unter Tel. +49 (0)30 - 615 29 99



Vergangene Veranstaltungen



Samstag 20.05.2017, 18.00 Uhr: Im Rahmen der 19. Langen Buchnacht in der Oranienstrasse 2017 "Sehnsucht nach Mutterland"

Lesung und Gespräch mit Sophia Weiss
Autorin, Dipl. Sozialpädagogin

Maya, eine junge Frau, die sich fremd fühlt in der patriarchalen Gesellschaftsordnung, ist auf der Suche nach sich selbst. Ihr Weg führt sie zunächst nach "Frauenland", ein Selbstversorgerinnenhof in Dänemark. Von dort wandert sie drei Jahre lang mit ihrem Pferd und ihrem Hund nach Südfrankreich in die Pyrenäen. Maya erlebt die Leichtigkeit des Unterwegs-Seins. Immer wieder macht sie die Erfahrung, dass sie alles bekommt, was sie braucht. Maya begegnet ihren Ängsten, schmerzhafte, machtvolle Erinnerungen greifen nach ihr. Immer bleibt sie in Bewegung. Ihr Vertrauen in sich selbst wächst und sie findet die Kraft innere und äußere Grenzen zu überschreiten. Sophia Weiss wurde 1962 geboren. Als junge Frau fand sie ihren Platz in der Frauenbewegung. Das Zusammenleben mit Frauen und Tieren und die Arbeit als Selbstversorgerin durchzieht wie ein roter Faden ihr Leben und ist ihr immer Heimat gewesen. In ihrem Diplom-Pädagogik-Studium und auch später in ihrer beruflichen Arbeit setzte sie sich intensiv mit den Folgen sexueller Gewalt auseinander. 'Frauensolidarität' heißt ihre Vision für die Zukunft und ist für sie der Weg ins Mutterland. Ihr besonderes Anliegen ist es, die Erfahrung des Verletzt-worden-Seins aus der Kammer der Privatsphäre und aus den Praxen der Therapeutinnen zu holen, und Frauen-Räume zu öffnen, in denen diese Erfahrung (mit)geteilt werden kann, zu sehen und zu hören sind.

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Lange Buchnacht in der Oranienstrasse 2017


Ort: Frauenzentrum Schokofabrik, Treffpunkt, Mariannenstr. 6, HH, III. Etage

Resümee

Wie eine mutige junge Frau, die den Kontakt zu ihrem inneren Kind auf Grund von sexueller Gewalterfahrung verloren hatte, diesen auf ihrem Weg von Dänemark nach Spanien oft schmerzhaft wiederfindet, schilderte die Autorin in ihrer sehr eindrucksvollen Lesung. Auch dank der sehr gut ausgewählten musikalischen Untermalung nahm sie uns ein Stück auf Mayas Reise zurück ins Leben mit.  Unbedingt empfehlenswert. 

Unsere Malkursleiterin Nouria Khadeeva hat zeichnerisch dokumentiert.





Donnerstag 18.05.2017, 19.00 Uhr - Die verratenen Mütter - Wie die Rentenpolitik Frauen* in die Armut treibt


Vortrag und Diskussion mit Autorin Kristina Vaillant

© Christel Kuke

Mit den geburtenstarken Jahrgängen gehen demnächst sieben Millionen Frauen* in Rente. Ein Drittel von ihnen bekommt nicht mehr als 600 Euro im Monat aus der gesetzlichen Rentenkasse: Altersarmut in Deutschland ist überwiegend weiblich*. "Die Rente ist sicher" – kaum ein politischer Satz brannte sich in Deutschland in die Köpfe ein wie dieser. Dr. Norbert Blüm (CDU) sprach die Worte zwar erstmals im Wahlkampf 1986, am 10. Oktober 1997 sollte er diese jedoch in einer hitzigen Debatte im Deutschen Bundestag wiederholen. Heute, im Jahre 2017, zeigt sich ein anderes Bild: Altersarmut in Deutschland ist präsenter denn je. Dabei bekommen Frauen* im Durchschnitt nur halb so viel Rente wie Männer*; in keinem anderen OECD-Staat ist der Unterschied so groß.

Kristina Vaillant zeigt auf, wie Altersarmut besonders Frauen* betrifft und stellt alternative Modelle der Rente und Absicherung zur Diskussion.

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de.


Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72

Resümee

Kristine Vaillant hat uns in ihrem sehr ausführlichen und anschaulichen Vortrag dargelegt, wie ungerecht und unzeitgemäß unser Rentensystem insbesondere für Frauen aufgestellt ist. Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern schneidet unser so reiches Deutschland bemerkenswert lausig ab. Eine anwesende Gewerkschafterin von Verdi pflichtete ihr besonders bei und hat sie für ein Gespräch in ihrer Institution eingeladen. 

Druck auf die Politik ist nötig, um wirkliche Veränderungen herbeizuführen und Altersarmut zu verhindern. 




Freitag 28.04.2017, 19.00 Uhr - Let's choose feminism! - Zum Antifeminismus der Neuen Rechten und Gegenstrategien


Vortrag und Diskussion mit Tanja Zorn & Stefanie Goldman

Die AFD war schon antifeministisch, bevor sie hemmungslos rassistisch wurde. Damit zeigt sich ein zentrales ideologisches Moment, dass sowohl die Neue, konservative, als auch die extreme Rechte eint. Die Keimzelle ihrer nationalen und kulturellen Identität stellt die traditionelle, heterosexuelle Kleinfamilie dar, allen anderen Lebensentwürfen wird häufig die Berechtigung abgesprochen. Besonders der Queerfeminismus wird dadurch zur Angriffsfläche, da er vielfältige Familien- und Lebenskonzepte entwirft und an tradierten Vorstellungen rüttelt.*Seit ihrer Gründung kämpft die AFD gegen „Genderismus“, „Frühsexualisierung“ und allgemein gegen emanzipatorische Errungenschaften. Zudem pflegt sie gute Kontakte in das Milieu der christlichen Rechten. Trotz der wesentlichen Bedeutung des Antifeminismus für die Neue Rechte wird sich von linker Seite hauptsächlich an ihrem Rassismus abgearbeitet und selten feministische Perspektiven im Kampf gegen sie eingebracht. Dabei bietet gerade diese Auseinandersetzung Potentiale zu feministischem Widerstand und neuen feministischen Allianzen.

Let's choose feminism!

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Anmeldung unter +49 (0)30 - 615 29 99 oder bildung(at)schokofabrik.de.


Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72

Resümee

Die Veranstaltung war gut besucht. Die programmatische antifeministische Propaganda der AfD wurde klar ersichtlich.

Es bleibt die Frage, wie begegnen wir Leuten, die dafür empfänglich sind.




Freitag 31.03.2017, 19.00 Uhr - Diskriminierung von Muslima mit Kopftuch per Gesetz. Kritische Perspektiven auf das Berliner Neutralitätsgesetz


Vortrag und Diskussion mit Céline Barry

Gemeinsam mit INSSAN e.V. begleitet das Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg e.V. eine Muslima, die vor Gericht dafür kämpft, mit Kopftuch an einer Berliner Schule unterrichten zu dürfen. Der Vortrag legt einen kritischen Blick auf das Berliner Neutralitätsgesetz, das insbesondere muslimische Frauen* mit Kopftuch diskriminiert, indem es das Tragen religiöser Symbole in weiten Teilen der Berliner Verwaltung verbietet. Es werden auch die ferneren Auswirkungen des Gesetzes in Betracht gezogen: Viele Arbeitgeber*innen argumentieren mit dem Gesetz, wenn sie Bewerber*innen für eine Arbeitsstelle, ein Praktikum oder ein Referendariat ablehnen. Beispiele aus der ADNB-Beratungspraxis zeigen Interventionsmöglichkeiten auf.

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Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72

Resümee

Die TeilnehmerInnen sprachen sich alle  klar gegen politische oder religiöse Symbole im Öffentlichen Dienst aus. 

 

 


ABGESAGT! Donnerstag 16.03.2017, 19.00 Uhr - Nein zu Kinderbräuten - Für Gewaltschutz und Selbstbestimmung von Mädchen* und Frauen*


Vortrag und Diskussion mit YAKA-KOOP und TERRE DES FEMMES

In der Türkei liegt das legale Heiratsalter bei 18, etliche Mädchen* werden jedoch früher verheiratet – nach Studien der Universität Hacetepe fast jede dritte. Minderjährige Mädchen* werden auch nach Deutschland zwangsverheiratet, andere bleiben nach einem vermeintlichen Sommerurlaub in der Türkei als Ehefrauen* zurück.

Im Rahmen einer deutschlandweiten Veranstaltungsreihe stellen die Frauenrechtsorganisationen TERRE DES FEMMES aus Berlin und YAKA-KOOP aus Van in der Türkei ihr Kooperationsprojekt gegen Zwangsverheiratung und andere Gewalt gegen Frauen* in der Türkei vor. Zwei Referentinnen von YAKA-KOOP berichten von ihrer Kampagnen- und Lobbyarbeit gegen frühe Zwangsverheiratung und wie sie Mädchen* und Frauen* helfen, die von dieser und anderer Gewalt bedroht oder betroffen sind. Bildung und wirtschaftliche Unabhängigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle - YAKA-KOOP erzählt, warum das so ist und was sie für Mädchen* und Frauen* in diesen Bereichen tun.

Die Referentinnen von YAKA-KOOP werden auf türkisch und kurdisch sprechen, TERRE DES FEMMES übersetzt ins Deutsche.

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Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72



Mittwoch 08.03.2017, 19.00 - 23.00 Uhr - Den Frauen*tag im Hamam des Frauenzentrums Schokoladenfabrik e.V. feiern


Wir freuen uns über alle Besucherinnen*, die mit uns dieses Fest der Frauen* genießen möchten!

Bei Musik und Tanz feiern wir unseren Tag und lassen uns orientalische Köstlichkeiten schmecken. Wir bereiten Überraschungen vor, um alle Besucherinnen in Feierlaune zu versetzen. Gemeinsam wollen wir feiern, aber auch entspannen, im Hamam baden, die Sauna besuchen sowie gern den Abend auch mit Anwendungen (wir bitten Termine frühzeitig zu vereinbaren) genießen.

Eintritt: 25,- € (inkl. Überraschungsprogramm, orient. Buffet und Tee aus dem Samowar)

Ticketverkauf: online (www.hamamberlin.de), ab sofort im Hamam oder direkt an der Abendkasse.

Ort: HAMAM - Frauenzentrum Schokoladenfabrik e.V., Mariannenstr. 6, 10997 Berlin

Tel.: +49 (0)30 - 615 14 64

 

 


Freitag 24.02.2017, 19.00 Uhr - "Nicht ohne meine Mutter"


Lesekonzert mit Meral al Mer

Meral wird ausgewählte Passagen aus ihrem Roman „Nicht ohne meine Mutter“ vorlesen, in dem sie beschreibt, wie sie als Kind von ihrem Vater entführt wurde, den sie anzeigte wegen seiner Gewalttätigkeit. Und wie sie wiederfand, was sie so lange entbehrte: ihre Mutter, die sie 25 Jahre nicht sehen durfte.

Parallel zum Buch hat Meral neue Songs geschrieben, den Soundtrack zu ihrer Reise. Entstanden sind gefühlvolle, deutschsprachige Songs voll von Fernweh nach einem Zuhause, Momente zwischen Abschied und Aufbruch, aber immer mit viel Leichtigkeit, die Lust auf Koffer packen macht.

Mit Buch und Musik nimmt Meral ihr Publikum mit auf ihre beeindruckende Reise in die Freiheit und lädt bei ihren Lesekonzerten dazu ein, ein Stück Zeit zu teilen.

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Ort:
Seminarraum, Naunynstraße 72