Feministische Bildungsarbeit

Das Ziel der Bildungsarbeit der Schokofabrik ist es, Frauen aller Altersstufen zu den Themen Politik, Geschichte und Kultur anzusprechen mit dem Schwerpunkt Gleichberechtigung von Frauen.

Wir wollen grundlegendes Wissen vermitteln, das die Alltagsbewältigung unterstützt und befähigt, gesellschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen. Differenzen unter Frauen werden sichtbar gemacht, um Gemeinsamkeiten entwickeln zu können.

Wir orientieren uns dabei an den Bedürfnissen der Nutzerinnen des Gesamtprojekts Schokoladenfabrik. Des Weiteren bietet die Schokofabrik Raum und Unterstützung für Aktivitäten von Frauen für ihre Rechte und gegen frauenfeindliche Angriffe auf ihre Rechte.

Die Veranstaltungen im Hause sind regulär nur für Frauen, außerhalb gelegentlich für alle Geschlechter offen. Es gibt dann einen diesbezüglichen Vermerk.

 

Freitags 16.00 Uhr - Lust auf Kunst

Nouria Khadeeva

mit der diplomierten Kunstlehrerin und Malerin

Nouria Khadeeva

 

www.nkkunst.de

 

Malerei, Zeichnen, Aquarell für Anfängerinnen und Fortgeschrittene. Material ist mitzubringen.  

Nächste Termine: 3.10., 17.10., 7.11., 21.11., 5.12. und 19.12.14

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72 ,

Voranmeldung unter: renatewitt[at]schokofabrik.de, Tel: 615 29 99

 

 

Mauerspaziergang - nächster Termin Ende Oktober 2014

 

Treffpunkt: Hof Mariannenstraße 6

Ständiges Angebot ab 5 Teilnehmerinnen!

Wir erinnern an besondere Ereignisse an diesem Mauerabschnitt, an die dort Erschossenen, an einen Sprengstoffanschlag und vieles mehr. Wir würden uns freuen, wenn Kreuzbergerinnen und Bewohnerinnen aus Mitte dazukämen, um ihre persönlichen Erinnerungen einzubringen. Renate Witt lebte bis 1980 in Friedrichshain und dann in Kreuzberg.

Nur mit Voranmeldung !

Voranmeldung unter: renatewitt[at]schokofabrik.de

oder unter: 615 29 99

Montag 17.11.14, 19.30 Uhr Angela Davis - Eine Legende lebt


Foto: Julian Krüger

Dokumentarfilm 78 min. dt. von Christel Priemer und Ingeborg Weber

anschließend Vortrag und Gespräch mit Dr. phil. Marion Kraft

 

Eine Dokumentation über den Lebensweg der afroamerikanischen Frau, die für die USA eine Zeit lang Staatsfeindin Nr. 1 war, die in  Berkeley bei Herbert

Marcuse und in Frankfurt am Main bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno studierte. Sie war eine zentrale Persönlichkeit und Aktivistin in der Black Panther Party, Wissenschaftlerin mit Schwerpunkt Feminismus und afroamerikanischer Politik und Kultur und ist immer noch politisch aktiv, zum Beispiel in der Kampangne zur Freilassung von Mumia Abu Jamal.

Sie feierte in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag.

Marion Kraft hat eine Reihe von Vorträgen gehalten über Rassismus und zum Leben, der Literatur und Kultur Schwarzer Frauen, u.a. an den Universitäten Hamburg, Bielefeld und Osnabrück und in Harare, Zimbabwe, Boston, USA und Montreal, Kanada. Als Kulturschaffende betont sie in allen ihren Tätigkeiten  die Bedeutung des interkulturellen Lernens. Heute wird sie zu Angela Davis‘ Engagement für die Abschaffung der Gefängnisse, d.h. für eine neue Abolitions-Bewegung sprechen und mit uns diskutieren. 

Ort: Mariannenstr.6 HH, III.Etage, Tel: 615 29 99, e-mail: renatewitt[at]schokofabrik.de

Mittwoch 19.11.14, 18.30 Uhr bestenfalls alles

Tania C Witte, Schriftstellerin, Journalistin, Spoken-Word-Performerin,

liest aus ihrem dritten Roman

 

Eine Reise zu Sehnsucht und Illusion, zu harter Wahrheit und blauen Flecke, zu Liebe! Und zu der Erkenntnis, dass Suchen besser als Finden sein kann ....

bestenfalls alles ist ein turbulenter Roadtrip zu den Wurzeln der Identität, ist Suche und die Erkenntnis, dass Finden nicht immer erstrebenswert ist. Tania Witte jongliert ebenso spielerisch mit den Schicksalen ihrer Protagonist*innen wie sie es mit Worten tut. Auch im dritten Teil ihrer Berliner Stadtgeschichten begleitet sie ihre queere Clique auf Höhenflüge und in Abgründe, über Autobahnen und auf Feldwege – mit viel Humor, gewohnt liebevoll und immer mit Tiefgang.

Ort:  Seminarraum , Naunynstraße 72

 

Bereits gelaufene Veranstaltungen

Samstag 11.10.14, 14.00 - ca.19.00Uhr Einführung in Sanitärarbeiten

Workshop mit Bea Fünfrocken

 

Die Sanitärinstallation in der Wohnung – Dichtungswechsel am tropfenden Wasserhahn, den ewig undichten WC - Spülkasten reparieren und den verstopften Abfluss endlich gründlich reinigen – dieses und vieles mehr können wir miteinander an diesem Sonnabend in den Griff bekommen.

Min. 5 TN - Max. 8 TN, 10,00€ für Material, unbedingt anmelden!  Tel. 615 29 99 renatewitt[at]schokofabrik.de

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

Freitag 19.09.2014, 19.00Uhr

Foto: Thorsten Wulff

Amon -

Mein Großvater hätte mich erschossen

Autorinnenlesung und Gespräch mit Jennifer Teege

Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: Mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film «Schindlers Liste» ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.
Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert. Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hat.
Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Israel und nach Polen. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung.

 

Ort: Mariannenstr.6 HH, IV.Etage, Anmeldung sichert Platz!

 

Donnerstag 11.09.2014, 18.30 Uhr Die Frau meines Vaters - Erinnerungen an Ulrike Meinhof

Foto: Jutta Dittfurth

Autorinnenlesung mit Anja Röhl

Anja Röhl ist die Stieftochter Ulrike Meinhofs. Als Tochter aus erster Ehe Klaus Rainer Röhls lernt sie im Alter von 5 Jahren die neue Freundin und spätere Frau ihres Vaters kennen. Für Anja ist sie die einzige Erwachsene, die das Kind wirklich versteht, die gegen

den Vater Partei ergreift, bei der es keine Angst vor Strafe haben muss und bei der es sich zugehörig fühlt.
»Kind sein heißt allein sein, schuld sein, essen müssen, schlafen müssen, brav sein müssen. Kind sein heißt, sich nicht wehren zu können.« So erlebt Anja Röhl ihre Jugend in den 1950er und 60er Jahren. Im Arbeiterviertel Hamburg - Barmbek herrscht die Dumpfheit der Nachkriegszeit. Die Mutter, als geschiedene Alleinerziehende ausgegrenzt, ist ständig überfordert und kommt erst spätabends nach Hause; den Vater, übergriffig und manipulierend, aber von der linken Schickeria hofiert, sieht sie nur selten; die Altnazi-Großeltern bieten bei kurzen Besuchen noch die meiste Wärme.
Die Dankbarkeit für die intensive Erfahrung mit Ulrike Meinhof prägt auch Anja Röhls Beziehung zu ihr nach deren Trennung von Mann und Kindern. Anja Röhl bleibt ihr verbunden, als sie bereits als „Terroristin“ gesucht wird, besucht sie im Gefängnis, schreibt ihr Briefe, obwohl sie Ulrike Meinhofs politische Positionen nicht teilt.

Ort: Treffpunkt, Mariannenstraße 6, HH, III.Etage

 

 

Donnerstag 04.09.2014 19.00Uhr Mein Seelengarten - Selbstwahrnehmung und Abgrenzung

Vortrag von Dr. Cölestine Sichelschmidt von Kuyck

Die Veranstaltung ist ausgebucht!!!!!!

Was könnte gemeint sein mit Seelengarten?

Jeder Mensch besitzt etwas, was sein „Selbst“ ausmacht. Dieses sollte gehegt,  gepflegt , beschützt und vor allen Dingen auch erkannt werden. Wie sieht mein Garten aus,was wächst darin? Blumen, Bäume, Gräser, Hecken, unbekannte Ecken,Steine ,Wasser. Alles will gepflegt, gegossen ,bearbeitet und gesehen  werden. Alles hat dort einen Platz.  Wir beschützen diesen Garten mit einer Umfriedung, einer Mauer. Ab und an möchten oder müssen  wir unseren Garten verlassen. Deshalb gibt es ein Tor. Womöglich wundern wir uns manchmal oder gar öfter über zertrampelte Beete und Unrat, der sich im Garten sammelt. Hatten wir ungebetenen Besuch?

Deshalb sollten wir gut darauf achten, das Gartentor immer gut zu schließen. Und wie und wo begegnen wir den anderen Menschen?

Während meiner Kur im Januar d.J. in der Reha - Schloss Hamborn durfte ich an dem Vortrag von der Ärztin Frau Sichelschmidt von Kuyck „Mein Seelengarten“ teilnehmen. Ich war so begeistert, dass ich sie zu uns eingeladen habe. Ihre Weisheiten helfen mir täglich im Umgang mit meinen Mitmenschen. Renate Witt

Ort: Treffpunkt, Mariannenstr. 6 HH, III. Etage, Bitte anmelden!

 


 

 

Lange Buchnacht in der Oranienstraße am 24.05. um 19.00 Uhr

© Reinhard Simon

Mit Autorin und Spoken-Word-Performerin Tania Witte.

Nach ihrem Debütroman „beziehungsweise liebe“ erzählt Tania Wittes zweiter Roman "leben nebenbei“ von (un-)gewöhnlichen Verstrickungen einer Berliner Runde, in der begehrt, gelacht, gefeiert und getrauert wird und erwartete Wendungen niemals eintreten.

Die Geschichte: Karrierefrau Johanna ist spurlos verschwunden. Als ihre Haushaltshilfe Frau Schäfer merkt, dass niemand ihre Arbeitgeberin vermisst, wirft sie jede Diskretion über Bord und sich selbst ins Geschehen. Die besonnene Nicoletta kämpft mit Rollenerwartungen und der Frage: Kann ein Mensch sich willentlich entlieben? Berlin, Erkner, Island, Johannesburg und ein Dorf bei Ingolstadt, die Irrungen des Lebens würfeln den queeren Freundeskreis durch die Welt und am Ende landen alle da, wo es am meisten weh tut: bei sich selbst.

Ort: Frauenzentrum Schokoladenfabrik, Mariannenstraße 6, HH, III. Etage

 

Dienstag 13.05.2014

Die Ehre, die Arbeit, das Amt

Für andere etwas tun:

zwischen Ehrenamt und prekärem Arbeitsverhältnis  Vortrag mit Bildern und Diskussion mit Gisela Notz

Über den Bedeutungswandel von "freiwilliger Arbeit", vom Beginn der Industrialisierung über die Freiwilligendienste" während der beiden Weltkriege, die Pflichtdienste des NS-Regimes bis zur Krise des Sozialstaates und zur aktuellen sozialpolitischen Situation.

Ohne "Freiwilligenarbeit" würde das System der sozialen Dienste und der gesundheitlichen Versorgung,der Umweltschutz, die Soziokultur und ein großer Teil der Kulturarbeit zusammenbrechen.

Was heißt das für die Zukunft von Arbeit und Leben?

Eine Kooperation zwischen Schoko- und Regenbogenfabrik

Ort: Regenbogenfabrik, Lausitzer Straße 22, 10999 Berlin

 

Vortrag und Diskussion über die Emanzipation ostdeutscher Frauen am Mittwoch, 07.05. um 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit der Professorin für Soziologie der Geschlechterverhältnisse Dr. Irene Dölling

Wie emanzipatorisch waren und sind die Frauen der ehemaligen DDR?

Nach der ‚Wende’ haben Soziologen den Frauen in der DDR bzw. in Ostdeutschland einen ‚Modernisierungsvorsprung’ in punkto Erwerbsbeteiligung und Vereinbarung von Familie und Beruf gegenüber westdeutschen Frauen bescheinigt.

In welcher Hinsicht waren sie moderner oder emanzipierter, welche Widersprüche zwischen Anspruch und Realität wiesen die Geschlechterarrangements auf?

Können sie unter den aktuellen Bedingungen noch Orientierungspunkt für eine emanzipatorische Geschlechterpolitik sein?

Über diese Fragen wollen wir mit Prof. Dr. Irene Dölling sprechen.

Ort: Frauenzentrum Schokoladenfabrik, Naunynstraße 72                          

 

Diskussion mit der taz-Redakteurin Heide Oestreich am Dienstag, den 29.04. um 19.00 Uhr

Foto: Kathrin Windhorst/ taz

Herausforderungen an die Gleichstellungspolitik

Derzeit wird es in den großen Tageszeitungen diskutiert: Wollen Frauen überhaupt selber die Quote? An welchen Rollenbildern orientieren sich Jungen und Mädchen und sollte der Staat an der „Umerziehung“ dieser Rollenbilder Einfluss haben? Das Prinzip „Gender Mainstreaming“ ist in einer weiten, öffentlichen Debatte als feministisches Hirngespinst verrufen, Redakteure und Politiker verdächtigen es der Gleichmacherei.

Neben der massiven Kritik sind in den letzten Jahren progressive, feministische Netzwerke von Frauen und Männern entstanden, die folgenden Fragen nachgehen: Was muss Gleichstellungspolitik heute leisten? Wie können wir Arbeitsbedingungen ändern, damit Männer und Frauen Verantwortung im Beruf und im Haushalt übernehmen können? Was kann Gender Mainstreaming konkret bedeuten? Welche Herausforderungen gibt es an die neue Bundesregierung? Brauchen wir die Quote?

Diese und andere Fragen wollen wir mit der taz-Redakteurin für Geschlechterpolitik diskutieren.

Ort: Frauenzentrum Schokoladenfabrik, Naunynstraße 72

 

 

 

Interaktive Lesung und Musik mit der Dipl.- Politologin Kerstin Gundt am Dienstag, den 18.03. um 19.00 Uhr

Rettet den Sozialstaat! Fakten gegen Vorurteile.

Eine Kooperationsveranstaltung des Frauenzentrums Schokofabrik und der Bar Marianne

Die Politologin Kerstin Gundt stellt Wege aus der Wirtschaftskrise vor. Sie möchte euch informieren, aufklären, durch Fakten schockieren und wütend machen, aber auch Perspektiven aufzeigen.

Das Buch entlarvt die wichtigsten wirtschaftlichen Mythen, stellt diese in einen historischen Kontext und zeigt Lösungswege auf. Einige von ihnen sind sofort umsetzbar, andere erfordern ein längerfristiges Umdenken. Es gibt auch einen guten Einblick in die Situation von Arbeitslosen und enthält wichtige Informationen für Hartz IV Bezieher. Es erklärt, warum die Arbeitslosigkeit steigt und es immer mehr Kriege gibt.

Zur Unterhaltung wird Kerstin Gundt eigene Lieder und Gedichte zum Thema vortragen und ein kleines Quiz mit uns machen.

Ort: Bar Marianne, Mariannenstraße 6; 10997 Berlin

 

 

Multimedialer Vortrag am Donnerstag, 06.03. um 19.00 Uhr

Emma Trosse: Sammlung Helmut Poppelreuter
Johanna Elberskirchen: Wikimedia Commons
Theo Anna Sprüngli: Frauenkulturarchiv Düsseldorf

Drei zwiespältige homosexuellen-emanzipatorische Vorkämpferinnen

Ein multimedialer Vortrag über mutige, provokante und engagierte Frauen mit der freien, promovierten Politikwissenschaftlerin Christiane Leidinger.

Sie waren die ersten drei des Dritten Geschlechts. Um 1900 leisteten Johanna Elberskirchen (1864-1943), Theo Anna Sprüngli (1880-1953) und Emma Trosse (1863-1949) wichtige Beiträge zur homosexuellen Emanzipation.

Die innovative Kraft ihrer Werke reicht von der neuen Kategorie der „Sinnlichkeitslosen“ bis zur Beschreibung lesbisch-sexueller Höhepunkte, von der kritischen Ablehnung der sexualwissenschaftlichen „Mannweiber“-Theorie bis zur Psychologisierung von Diskriminierungsfolgen.

Befragt man die Schriften und Lebensläufe jedoch nach Positionen zu Klassenherrschaft, „Eugenik“/„Rassenhygiene“ und Kolonialismus, werden problematische politische Widersprüche deutlich.

Ort: Frauenzentrum Schokoladenfabrik, Naunynstraße 72

 

 

Film über Frauenorganisationen in Nicaragua am Freitag, den 21.02. um 19.00 Uhr

Ein Film (2011/42 min.) von Mareike und Swantje Fehling mit freundlicher Genehmigung von der Christlichen Initiative Romero

Gewalt gegen Frauen ist trauriger Alltag in Nicaragua. Jede Form der Gewalt- körperliche, psychische und ökonomische- hat gravierende Folgen für das Leben der Betroffenen. Doch die Frauen beginnen sich zu wehren.

Frauenorganisationen bieten psychologische Betreuung und juristische Unterstützung an. Gleichzeitig betreiben sie Lobbyarbeit und sensibilisieren die Bevölkerung. Sie helfen den betroffenen Frauen, sich ein neues, unabhängiges Leben aufzubauen.

Der Dokumentarfilm ergründet Ursachen und Folgen der Gewalt an Frauen in Nicaragua und zeigt deren Aufbegehren gegen Gewalt und Machismo auf.

Ort: Frauenzentrum Schokoladenfabrik, Mariannenstraße 6, III. Etage

 

 

Mittwoch 20.11.13, 19.00 Uhr

Die Tochter – eine Clansaga aus dem Matriarchat der Khasi

Film D 2011, 54 min von Uschi Madeisky und Daniela Parr

mit freundlicher Genehmigung von Uschi Madeisky

 

Als vor 13 Jahren der viel gesehene Film „Die Töchter der sieben Hütten“ entstand, war Kamtilin noch ein Kind. Aber es war schon sicher, dass sie eines Tages den Clan der Massar leiten würde, denn bei den Khasi wird das Erbe immer an die jüngste Tochter weitergegeben. Sie verwaltet Grundbesitz und Vermögen und sorgt für alle. Nach dem Tod von Kamtilins Großmutter und Mutter wurde sie bereits im Alter von Mitte zwanzig Clanoberhaupt. Zunehmend bringt nun das sich ausbreitende Patriarchat Probleme in alle Familien der Khasi. Wie Kamtilin diesen Herausforderungen begegnet, von ihren Anstrengungen, die Großfamilie zusammenzuhalten und Tradition und matriarchales Bewusstsein zu bewahren, erzählt dieser Film.

Ort: Treffpunkt, Mariannenstraße. 6, HH, III. Etage

 

 

Mittwoch 13.11.13, 18.30 Uhr

Elisabeth Kübler Ross

Die 5 Phasen des Sterbens-

Elisabeth Kübler Ross

 

Vortrag und Diskussion

mit der Dipl.-Psychologin Monika Funck

 

Elisabeth Kübler-Ross definierte die heute anerkannten fünf Phasen des Sterbens in ihrem Buch "Interviews mit Sterbenden". Hierin sind die Erfahrungen von über 200 sterbenden Patienten aus den USA verarbeitet, mit denen sie gesprochen hat. Es sind nicht Phasen des körperlichen Vorgangs Sterben, sondern der geistigen Verarbeitung des Zwangs zum Abschied vom Leben bei Menschen, die bewusst erleben, dass sie massive gesundheitliche Verschlechterungen durchmachen bzw. eine infauste Prognose mitgeteilt bekommen. Ebenso sind diese Phasen mitunter bei deren Angehörigen zu beobachten. Es handelt sich um unbewusste Strategien zur Bewältigung extrem schwieriger Situationen, welche nebeneinander vorhanden sein und verschieden lang andauern können. Diese Stadien bieten einen sehr nützlichen Wegweiser,  um die verschiedenen Phasen, die ein sterbender Patient durchlaufen kann, zu verstehen. Ausgehend von den Erkenntnissen von Frau Kübler Ross werden auch weitergeführte Konzepte und Erfahrungen zur Sterbe- und Trauerbegleitung mit einbezogen.

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

Programmplanänderung!Vielen Dank an die Referentin und Dipl.-Psychologin Monika Funck, dass sie für die urspünglich vorhergesehene Referentin Barbara Wanner einspringt.

 

Dienstag 05.11.13, 19.00 Uhr

Den Tagen, die da kommen gewachsen zu sein

 

Autorinnenlesung: Das Leben der Zenzl Mühsam in Briefen und Dokumenten. Uschi Otten zeichnet den Lebensweg einer unbeugsamen Frau nach.

 

Die bayerische Bauerntochter aus der Holledau, die 1915 den jüdischen Apothekersohn Erich Mühsam zum Gatten nahm, war nicht allein Muse seiner Bänkellieder, die den umtriebigen Bohemien mit ihrem Liebreiz, den brotlosen Dichter mit ihren Kochkünsten bestrickte, sondern ebenbürtige Gefährtin, die ohne ideologische Bindung, sondern aus eigener Lebenserfahrung ein Ziel mit ihm teilte: eine von Gewalt und Unterdrückung befreite Menschheit. Sie stand 1918 an Mühsams Seite, als er die Münchner Bevölkerung zur Beendigung des Weltkriegs und zur Revolution aufrief und floh nach seiner Ermordung ins sowjetische Exil, wo sie in eine 20jährige Odyssee durch den Stalinschen Gulag geriet. Erst 1955 gestattete man der 71jährigen Anarchistenwitwe die Rückkehr nach Ost-Berlin, wo sie allen Widerständen zum Trotz für die Veröffentlichung seiner Werke eintrat. Im Lebensweg dieser Unbeugsamen verdichtet sich auf eindrückliche Weise die Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts.

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 

Montag 04.11.13, 19 Uhr

Zur Situation der Frauen in der Südosttürkei

Ein Kooperationsprojekt zwischen TERRE DES FEMMES e.V. und dem Frauenzentrum Schokofabrik

Seit Mai 2013 unterstützt TERRE DES FEMMES das Projekt „Ein Haus für Frauen in Batman/Südosttürkei“. Das Frauenprojekt entstand zur Verbesserung der Lage der Frauen, die sich von unterdrückerischen Familienverhältnissen befreien wollen, Schutz vor häuslicher Gewalt suchen und eine selbstbestimmte Existenz für sich und ihre Kinder aufbauen möchten. Den Frauen wird nicht nur bei der Suche nach Arbeit und einer Wohnung geholfen, sondern sie werden zudem auch bei Weiterbildungsmöglichkeiten und einer Berufsausbildung unterstützt. In diesem Sinne bietet das Frauenzentrum auch Bildungsseminare an, um den Frauen durch den Aufbau einkommensschaffender Maßnahmen in Richtung finanzieller Unabhängigkeit neue Möglichkeiten zu eröffnen.

Ort: Frauenzentrum Schokoladenfabrik, Naunynstraße. 

 

 

 

 

Mittwoch 16.10.13, 19.00 Uhr

La casa delle donne-
Das Haus der Frauen

Lesung mit der Autorin Elisabeth Pricken

mit Musik von Lizzie Libera

 

In ihrem dritten Roman beleuchtet die Autorin die frühen 1980er Jahre aus den Augen einer jungen Frau namens Nelly, die ihre westdeutsche „Vorstadtidylle“ gegen ein Leben als Straßenmusikerin eintauscht. Beim Trampen durch Europa landet sie in einem von Feministinnen besetzten Haus in der italienischen Hauptstadt. Hautnah begleiten wir die Protagonistin durch eine politisch und emotional turbulente Zeit auf dem Weg in die Emanzipation und erfahren dabei spannende Details, angefangen von der Geschichte der Frauenunterdrückung seit der Antike, über südländische Traditionen bis hin zu ehemaligen Partisaninnen. (Das besetzte Frauenhaus existierte tatsächlich zwischen 1974 und 1984 in Rom.)

 

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 

Mittwoch 18.09.13, 19.30 Uhr

Seyran Ates, Copyright by Julia Zimmermann

 

Wahlheimat- warum ich Deutschland lieben möchte

Autorinnenlesung mit Seyran Ates

 

Seyran Ates ist eine Frauenrechtlerin, Autorin und Rechtsanwältin, die sich vorwiegend mit Strafrecht und Familienrecht befasst. Seyran Ates war Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und nahm am Integrationsgipfel der Bundesregierung teil. Wegen gewalttätiger Angriffe und Bedrohungen durch Prozessgegener sowie wegen Anfeindungen von verbandspolitischer Seite gab sie im August 2006 vorübergehend ihre Anwaltszulassung zurück. 2009, nach neuen Morddrohungen und unmittelbarer Gefahr für sie selbst und ihre Familie zog sie sich ganz aus der Öffentlichkeit zurück.

Willkommen zurück, mit deinem leidenschaftlichen Plädoyer für die Freiheit.

"Ich lebe in einem Land, das mich schützt, wenn ich wegen meiner Meinung bedroht werde. In Deutschland kann man als Freigeist vom Staat geschützt werden, in der Türkei kann man als kritischer Publizist im Gefängnis landen." Erst, wenn wir die Freiheit verlieren, erkennen wir, dass sie durch nichts zu ersetzten ist. Seyran Ates hat um die Freiheit gekämpft- um ihre eigene und die der Frauen, deren Rechte sie verteidigt. Als in Istanbul gebürtige Deutschtürkin ist für sie das Recht auf freie Meinungsäußerung und Selbstentfaltung nichts Selbstverständliches, sondern ein Privileg, dass es zu schützen gilt. Seyran Ates schreibt ein engagiertes Plädoyer für die Freiheit, die Menschenwürde und unsere Verfassung. Sie fordert auf, diese Errungenschaften gegen Angriffe von Rechtsradikalen und Fundamentalisten beherzt zu verteidigen und unsere politische Kultur aktiv mitzugestalten.

 

Ort: Treffpunkt, Mariannenstraße 6, HH, III. Etage

 

Dienstag 10.09.13, 19.00Uhr

Frauenkörper neu gesehen

 

Autorinnenlesung mit Dr. Laura Meritt

 

Die komplett überarbeitete Fassung bleibt ein einzigartiger Glücksfall durch den unverstellten, beobachtungsgenauen und allumfassenden Blick auf die weibliche Sexualanatomie. In diesem Buch finden frauentypische Gesundheitsfragen eine Antwort: von gynäkologischer Selbstuntersuchung über Empfängnisverhütung, Safer Sex, Schwangerschaftsabbruch, sexuell übertragbare Infektionen, chirurgische Eingriffe, Intimchirurgie, die Wechseljahre, Krebsfrüherkennung, Hormonbehandlung, Entspannungsübungen bei Menstruationsbeschwerden oder Schwangerschaftstests bis hin zur sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentitäten. Frauenkörper neu gesehen ist ein in verständlicher Form geschriebenes Basisbuch für alle. Es ermuntert zum Erkunden des weiblichen Körpers in all seinen wunderbaren Dimensionen und vermittelt Zusammenhänge, die sexuell bestärkend und bewusstseinserweiternd wirken. Die Lektüre befähigt, sich ein eigenes und anderes Bild von Frauen zu machen.

 

Ort: Seminarraum, Naunynstraße 72

 

 

Dienstag 27.08.13, 19.00 Uhr

Eine Kooperation der Regenbogenfabrik und der Schokofabrik

Bedingungsloses Grundeinkommen - eine Utopie?

 

Vortrag und Diskussion mit der Betriebswirtin und Redakteurin bei CONTRASTE Elisabeth Voß

 

Was unterscheidet die verschiedenen Konzepte für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)? Wem nützen sie und was können Fallstricke sein? Gibt es bereits heute Erfahrungen damit? Und lässt sich ein BGE emanzipatorisch und geschlechtergerecht gestalten, als Beitrag zu einer gesellschaftlichen Veränderung?

 

 

 

Ort: Regenbogenfabrik, Kino, Lausitzer Str. 22

     

Samstag 8.06.2013 19.00 Uhr - 22.00 Uhr

15.Lange Buchnacht in der Oranienstraße

Eskimo Limon 9

Autorinnenlesung mit Sarah Diehl

 

Willkommen in Niederbrechen:

Eine jüdische Familie zieht in die hessische Provinz. Für die alarmierte Dorfgemeinschaft stellt sich die bange Frage: Wie geht man mit den Neuen um?

Während sich Ehemann Chen in die Arbeit stürzt und Ehefrau Ziggy versucht, sich mithilfe des altlinken Dorfkauzes Rainer Koffel in der neuen Heimat zurechtzufinden und ihre eigene Emanzipationsgeschichte vorantreibt, klärt Sohn Eran seine interessierten Mitschüler darüber auf, dass die Eis am Stiel-Filme, anders als von der Dorfjugend vermutet, nicht aus Italien, sondern aus Israel kommen – wo sie Eskimo Limon heißen. Dabei tritt in einem Reigen von Missverständnissen die Wahrheit zutage: Die Deutschen wissen zwar vieles über Judenvernichtung – aber kaum etwas über Juden …

 

Ort: Treffpunkt, Mariannenstraße. 6 HH IV Etage

 

 

Samstag 11.05.13 14.00 – 18.00 Uhr

 

 

 

Einführung in die Elektronik

Bea Fünfrocken, Elektrikerin und Technikerin

 

 

In diesem Kurs habt ihr die Möglichkeit, euch mit den Grundlagen der Elektrik vertraut zu machen und selbst zu experimentieren.

Der theoretische Teil rund um Strom, Spannung, Widerstand, Schutzklassen und Installationszonen wird begleitet von praktischen Übungen. Jede Frau kann eine Lampenfassung zusammenbauen, einen Stecker anschließen und einige Grundschaltungen montieren. Hierbei wird verschiedenes Elektrowerkzeug vorgestellt und der Umgang damit geübt.

Bei Interesse können Elektrokleingeräte mitgebracht werden, um eventuelle Fragen zu klären, ebenso Lampen, bei denen die Montage unklar ist oder Leuchtmittel, deren Funktionsweise neugierig macht, oder, oder ....

 

Min. 5 TN - Max. 8 TN, 10,00€ für Material, unbedingt anmelden!

 

 

Ort: crassa minerva, Cuvrystraße 20a, 10997 Berlin

 

Mittwoch 22.05.13, 19.30 Uhr

Occupy Money

Damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind

Autorinnenlesung und Diskussion

mit Prof. Dr. Margrit Kennedy

 

„Vor genau dreißig Jahren lernte ich einen kleinen, aber bedeutsamen Konstruktionsfehler in unserem Geldsystem kennen, der mich bis heute beschäftigt: Den Zins“.

Im Zuge der Finanzkrise gewinnt Margrit Kennedys Buch mehr denn je an Aktualität. Die Geldexpertin beschäftigt sich mit den Folgen unseres Geldsystems und der damit verbundenen wachsenden sozialen Ungleichheit. Neben ihrer Analyse eröffnet sie zugleich Denkräume für Alternativen. Es geht um neue Geldentwürfe, die helfen, Geld zu schaffen, das weder einem krankhaften Wachstumszwang unterliegt, noch eine ständige Umverteilung von der großen Mehrheit der Menschen auf eine kleine Minderheit verursacht. Margrit Kennedy erklärt in ihrem Buch Occupy Money leicht verständlich, worin der Fehler liegt und was wir verändern können und geht dabei auf eine Vielzahl von alternativen Geldkonzepten ein. Prof. Dr. Margrit Kennedy ist Architektin sowie Städte- und Regionalplanerin und promovierte in öffentlichen und internationalen Angelegenheiten. Als Leiterin der Forschungsabteilung „Ökologie und Energie“ in der internationalen Bauausstellung Berlin 1979-84 und in ihrer Arbeit als Professorin für Technischen Aufbau und Ressourcensparendes Bauen an der Universität Hannover stieß sie immer wieder auf einen kleinen, aber bedeutsamen Konstruktionsfehler in unserem Geldsystem.

Wir freuen uns sehr, Margrit Kennedy als eine Mitgründerin der Schokofabrik hier begrüßen zu dürfen!

 

Ort: Treffpunkt, Mariannenstr. 6, HH, III. Etage


Dienstag 19.03.13, 20.00 Uhr

For the next 7 generations Die Botschaft der weisen Alten

Filmvorführung

(85 min.; Englisch mit deutschen Untertiteln)

und anschließendem Gespräch

 

„Bei allen Freiheiten die wir haben – wir müssen bedenken, welche Auswirkungen unsere Entscheidungen für die folgenden sieben Generationen haben werden.“

(Aus dem „Großen Gesetz“, der Verfassung der Irokesen)

Sie spüren, dass etwas nicht in Ordnung ist mit unserer Welt. Sie spüren, dass sie uns ihre Vision von einer Welt, die wirklich funktioniert, mitteilen müssen, bevor es zu spät ist. 13 Stammesälteste aus den USA, Südamerika, Indien, Nepal und Tibet kamen zusammen, um eine Allianz zu schmieden: „The International Council of the 13 Indigenous Grandmothers“. Dieser Film zeigt ihre Geschichte. Er zeigt, was möglich ist, wenn sich weise Frauen verbinden, um zu handeln, bevor die Zeit abgelaufen ist. Das Filmteam begleitete das Council vier Jahre lang – in den amazonischen Regenwald, in die Berge von Mexiko oder zum Treffen mit dem Dalai Lamas und schuf einen bewegenden, mitfühlenden Film, geprägt von weiblicher Weisheit. Diese 13 Großmütter strahlen eine Weisheit aus, die von überliefertem Wissen unserer Vorfahren geprägt ist und weder durch politische noch kulturelle Gesellschaft verunreinigt wurde. Sie geben Antworten auf Fragen zum Zustand unserer Welt – und nicht nur das: Sie weisen den Weg in eine Zukunft, die wir uns wünschen, auch wenn wir sie nicht mehr für realisierbar halten.

Ort: Treffpunkt, Mariannenstr. 6, HH, III. Etage


Mittwoch 6.03.13, 19.00Uhr

 

No one's fool

 

Tanzfilm ca. 60min.

Christa Biedermann präsentiert sich vor und hinter der Kamera und ganz gegenwärtig

 

„Lass' die grüblerischen Gedanken aus dem Hirn rausfließen und genieße deine Gegenwart“, schrieb ihr eine Freundin im Jahr 1988. Und das sollte sie sich zu Herzen nehmen.

Die Künstlerin arbeitet nach dem Prinzip „Eine Frau – Eine Kamera“ an verschiedenen Plätzen und die Filme sind unterlegt mit von Christa Biedermann eigens komponierter Keyboard- und Klavierbegleitung, die ihre Arbeiten abrunden. Ein Spiel mit BLAU. Luftig wie ein Pinselstrich. Die endlose Weite. Die blauen Berge. Die blauen Absurditäten lösen sich in blauen Wolken auf oder in dem berühmten blauen Dunst. In blaue Luft. In Berliner Blau. Verwischt wie ein blauer Pinselstrich.

 

Ort:  Seminarraum, Naunynstr. 72


Donnerstag, 21.02.13, 19.00Uhr

 

Nina Simone -

I Put a Spell on You

 

Wir lesen aus ihrer Biografie in Deutsch, wir sehen Nina life in concert und hören einige ihrer songs a capelle von MFA Kera, Black Heritage. Im Anschluss legt Sam auf.

 

Nina Simone (Eunice Kathleen Waymon) ist eine der bekanntesten Jazz- und Bluessängerin des 20. Jahrhunderts und sowohl Klassik- als auch Jazzpianistinnen. Im North Carolina der dreißiger Jahre aufgewachsen steigt sie mit ihrem Song Mississippi Goddam 1964 zu einer Ikone der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA auf. In der Zeit des Vietnam-Krieges behält sie einen Teil ihrer Steuern ein, um den Krieg nicht mitzufinanzieren, woraufhin sie von FBI und CIA als gefährlich eingestuft wird. Auftritte bleiben aus und Plattenfirmen ziehen sich zurück.

Daneben leidet sie stark unter dem damaligen, offenen Rassismus in den USA und entscheidet sich dafür, ihr Leben in Europa und Afrika fortzuführen. 2003 stirbt Simone in Südfrankreich.

 

Ihre Autobiografie I Put a Spell on You erschien Anfang der 90er Jahre. Sie schildert darin ihre gescheiterten Ehen, die Gradwanderung, erfolgreiche Künstlerin und zugleich Mutter zu sein und die Schwierigkeit, als schwarze Musikerin anerkannt zu werden.

 

Im Rahmen des Black History Month feiert die Schokofabrik in Kooperation mit Mo und Miss Sam, MFA Kera von Black Heritage und dem Cafe Marianne und mit euch diese wunderbare Künstlerin.

 

 

Ort: CafeBar Marianne, Mariannenstrasse 6, 10997 Berlin


Montag 11.02.13, 19.30Uhr

Hurriya heißt Freiheit
© Cyril Schirmbeck

 

Hurriya heißt Freiheit

Autorinnenlesung mit Dr. Necla Kelek

 

Wer einmal die Freiheit gespürt hat, vergisst sie nicht mehr..

Necla Kelek ist nach Ägypten, Tunesien und Marokko, ins Herz der arabischen Revolte, gereist und hat Frauen getroffen, die bereit sind, für »Hurriya«, die Freiheit, ihr Leben zu riskieren. Sie hat erfahren, welche Hoffnungen sie hegen und wovor sie sich fürchten, und fand eine – von allen Seiten bedrohte – Sehnsucht nach einem freien Leben.

Da ist Meryem, die junge Bloggerin, die auf dem Tahrir-Platz die Freiheit gegen Mubaraks Militär, gegen Willkür und Korruption verteidigt und in Angst lebt, weil täglich Menschen erschossen und verschleppt werden. Oder Niha, die Rechtsanwältin, die sich seit Jahren für Frauenrechte einsetzt und jetzt fürchtet, dass Islamisten genauso wie der Militärrat den Frauen die letzten Rechte nehmen. Für sie ist eine gerechte Gesellschaft ohne freie Frauen undenkbar. Marijam hingegen demonstriert in Tunis dafür, dass sie mit dem Schleier studieren darf. Sie und ihre Freunde verstehen unter Hurriya, die Universitäten von westlicher Dekadenz zu befreien. Sie meinen die Freiheit, Allah dienen zu dürfen, und die Freiheit der Männer, über die Frauen zu bestimmen. Für Fatima aus Casablanca ist Hurriya die Chance, Arbeit zu finden und den Lohn behalten zu dürfen.

Necla Kelek erzählt vom Nil, vom Weihnachtsoratorium in Kairo und von Silvester mit Fundamentalisten in Kairouan. Sie analysiert, warum der Aufstand scheitern und trotz alledem weitergehen wird. Das arabisch-islamische System von Macht und Religion ist nicht besiegt. Aber es sind die Frauen, die Hoffnung machen und die wir nicht im Stich lassen dürfen.

Dieses Buch ist in Zusammenarbeit mit Peter Mathews entstanden, der Necla Kelek auf der Reise begleitet hat. Er ist u.a. Autor einer Reihe von Krimis und Romanen.

 

Ort: Mariannenstraße 6,HH, III. Etage


Freitag, 25.01.13, 18.30 Uhr

Sonja Schelper

Pride-Parade 2010, Belgrad: filia fördert die Frauenbewegung in Serbien.

 

 

Wir sind anders – und darauf sind wir stolz!

 

Sonja Schelper, die Geschäftsführerin von filia, stellt ihre Stiftung vor.

 

filia ist die größte deutsche Frauenstiftung, eine Tochter der Frauenbewegung und in mehrfacher Hinsicht anders: filia ist international vernetzt und unterstützt weltweit, strategisch und solidarisch. Projekte von lesbischen Aktivistinnen gehörten von Anfang an selbstverständlich dazu – filia hat gerade die mehrfach Diskriminierten im Blick. Vertrauen und Wertschätzung sind die Basis der Arbeit.

Als Gemeinschaftsstiftung lädt filia zum Mitmachen ein. Ein Mädchenbeirat bei filia diskutiert die Förderung in Deutschland und filia‘s Geldanlagepolitik ist konsequent nachhaltig. Sonja Schelper berichtet über mehr als 250 Förder-Projekte – 64 Stifterinnen – 15,8 Millionen Euro Kapital – und noch viele Pläne. Einige zentrale Aspekte der Arbeit werden zur Diskussion gestellt. 

 

Ort: Seminarraum Naunynstraße 72

  

 

 

 

Lesung mit Jennifer Teege Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen am 19.09.14

Der Kommentar mehrerer Besucherinnen: "Die beste Lesung, die ich seit langem erlebt habe."
Ganz herzlichen Dank an Jennifer Teege und unsere fleißigen Helferinnen Christina und Lilly.

Die Frau meines Vaters - Erinnerungen an Ulrike Meinhof 11.09.14

Anja Röhl zeigte uns eine bisher kaum bekannte Seite von Ulrike Meinhof. Für sie war sie in ihrer Kindheit oft die einzige Person und Freundin, der sie sich anvertrauen konnte, die sie ermutigte und bestärkte, ihren eigenen Weg zu gehen.

Die Realität der Gesellschaft der Bundesrepublik der 50er und 60er Jahre wurde sehr präsent und viele der Teilnehmerinnen fühlten sich an ihre persönlichen Erlebnisse dieser Zeit erinnert. Absolut weiterzuempfehlen!

Mein Seelengarten am 4.09.14

Wir bedanken uns herzlich für den wunderbaren Vortrag "Mein Seelengarten" von Frau Dr. Sichelschmidt von Kuyck. Mit viel Humor und zugewandt gab sie uns viel Anregung, achtsam mit uns selbst und anderen umzugehen.
Erfreulich auch, dass viele neue Besucherinnen auf diesem Wege in die Schoko gefunden haben.

16.Lange Buchnacht am 24.05.14

 

Wir haben uns mit Tania Witte bei der Lesung aus ihrem Buch "leben nebenbei" herrlich amüsiert. Sie versteht es, die Charaktere ihrer Protagonisten in genau der richtigen Dosierung zu überspitzen. Aufgelockert hat sie ihre Lesung durch eine wahrlich gekonnte "Spoken - word" Einlage, in der sie vom Leben mit ihren imaginären "Kindern" (so nennt sie die Charaktere) sprach. Köstlich, wir freuen uns auf dein neues Buch Tania !

Dank auch an Risk für die Fotos.

Filmabend "Jetzt habe ich eine Stimme"

Am Freitag, den 21.02. zeigten wir einen Dokumentarfilm über Frauenorganisationen in Nicaragua und ihre Strategien gegen häusliche Gewalt. Der Film war sehr interessant und auch über die rege Diskussion im Anschluss haben wir uns gefreut. Unter den Zuschauerinnen war auch eine Frau aus Nicaragua, die von ihren Erfahrungen erzählte. Ein sehr gelungener und lehrreicher Abend war das!

Filmvorführung "Die Tochter"

Ein schöner Filmabend war das! Der Film erzählt von den Khasi, einer indigenen Gruppe im Nordosten Indiens und deren matriarchaler Gesellschaftsstruktur. Ein Dankeschön an alle Frauen für die interessante und intensive Diskussion.

Die 5 Phasen des Sterbens nach Elisabeth Kübler-Ross

Ein Vortrag über das Leben und den Umgang mit dem Sterben. Die Diplom-Psychologin Monika Funck führte uns ein in die Erkenntnisse von Elisabeth Kübler-Ross und untermauerte dies mit ihren beruflichen Erfahrungen in der Palliativstation. Vielen Dank an Frau Funck für den gelungenen Abend!

Lesung zu Zenzl Mühsam

Die Lesung zu dem Leben der Zenzl Mühsam mit der Autorin und Dramaturgin Uschi Otten. Wir haben viel erfahren über Zenzls Leben und hatten eine sehr spannende Diskussion!

Die Fraueninitiative in Batman

Bei der Kooperationsveranstaltung der Schoko mit Terre des Femmes "Zur Situation der Frauen in der Südosttürkei"  haben wir sehr viel erfahren dürfen über die starken Frauen in Batman und ihre Initiative zum Schutz vor Gewalt gegen Frauen und zur Emanzipationsbewegung! Vielen Dank an Necla Kelek (links im Bild) und Renate Staudenmeyer für die anschaulichen Erzählungen!

 

Feministisches und Musikalisches mit Elisabeth Pricken und Lizzie Líbera

Mit Witz, Ernst und Herzlichkeit las Elisabeth Pricken aus ihrem wunderbaren Buch "Das Haus der Frauen". Lizzie Líbera begleitete uns musikalisch durch den Abend!

Lesung mit Seyran Ates am 18.09.2013

Seyran Ates las aus ihrem aktuellen Buch "Wahlheimat- Warum ich Deutschland lieben möchte". Anschließend folgte eine spannende Diskussion! Vielen Dank an Seyran und auch an den rbb, der die Veranstaltung begleitete.

Interaktive Autorinnenlesung mit Laura Méritt am 10.09.2013

Anschaulich und in unterhaltsamer Stimmung erzählte uns Dr. Laura Méritt, was Frau vielleicht noch gar nicht über ihren Körper wusste.
Mehr davon kann man in dem von ihr neu herausgebrachten Buch "Frauenkörper- neu gesehen" nachlesen.

Vortrag "Bedingungsloses Grundeinkommen- eine Utopie?" am 27.08.2013 mit Elisabeth Voß

Ein aktuelles und spannendes Thema, interessant vorgetragen und anschaulich präsentiert, war der Grundstein für unsere rege Diskussion über Utopie und Machbarkeit. Vielen Dank Frau Voß.

Lange Buchnacht in der Oranienstraße am 8.06.2013

Sarah Diehl unterhielt uns prächtig mit ihrer Lesung aus ihrem Buch "Eskimo Limon 9". Dank auch an Anna Katharina Bechtoldt für Ihre Moderation.

For the next 7 generations - die Botschaft der weisen Alten

 

Dieser Film hat uns am 19.03.13 so fasziniert, dass wir keine Zeit für Fotos hatten.  Unbedingt empfehlenswert! 

Die Großmütter besuchen Deutschland vom 19. bis 21.Juli 2013.

Dank an die Besucherinnen für die Spende. Wir leiten Sie an die Großmütter weiter.

Danke an Horizonworld für die Aufführungsrechte und Sabine und Carmen für die wunderbare Zusammenarbeit.

 

I put a spell on you - Nina Simone

Mo und MFA Kera

Wir haben am 21.02.13 den 80.Geburtstag der großartigen Musikerin Nina Simon gefeiert. Dank der tollen Zusammenarbeit mit der Agentur Miss Sam, Sam und Mo, MFA Kera von Black Heritage und Gaby aus der Bar Marianne wurde es ein gelungenes Fest.

Hurriya heißt Freiheit am 11.02.13

las Necla Kelek aus ihrem gleichnamigen Buch. Anschließend hatten wir eine sehr interessante Diskussion mit ihr und den Besucherinnen über die Situation der Frauen in Nordafrika. Vielen Dank für Deinen Besuch Necla.

Den 20.Todestag von Audre Lorde am 17.11.12

Muscheln von Audres Strand auf St. Croix
Ika Hügel und Dr. Dagmar Schultz, die Filmemacherin

Lesung und Diskussion "Zum Mann gehätschelt - zum Mann gedrillt"am 3.09.12 mit Pinar Selek

Humorvoll
und leidenschaftlich legt sie uns die Erkenntnisse, die sie im Rahmen einer Studie über Männlichkeit und Männlichkeitsmechanismen in der Türkei machte, und die sie in ihrem Buch verarbeitet hat, dar.
Dank an Emsal und Berivan fürs Übersetzen
und dem Orlanda Frauenverlag für die gute Zusammenarbeit.

Spaziergang um das ehemalige Frauengefängnis Barnimstraße




Kenntnisreich wie immer brachte uns Claudia von Gelieu die Geschichte des Frauengefängnisses nahe.
Immer an der Wand lang
Mauerverlauf
Blick auf die Kirche am Mariannenplatz

Audre Lordes Geburtstag am 18.02.12

Wir haben den Geburstag mit der Erstaufführung des Films "Audre Lorde - Die Berliner Jahre 1984 - 1992" (nach der Berlinale) von Dr. Dagmar Schultz mit ihr und vielen Beteiligten am Film feiern können. Ganz besonders geehrt und erfreut waren wir über den Besuch von Audre Lordes Weg- und Lebensgefährtin Dr. Gloria I. Joseph.

Der Film macht deutlich, mit wieviel Mut, Stolz, Liebe und Humor Audre durchs Leben ging, mit wieviel Kraft sie ihre Krankheit meisterte. Ganz klar wird, wie wichtig sie  für Schwarze Deutsche Frauen bei ihrer Identitätsfindung war. Der Appell an weiße Feministinnen, sich die Unterschiede bewußt zu machen und zu akzeptieren, hat bis heute nichts an Aktualität verloren.

Wir bedauern, dass so viele Frauen keinen Platz mehr gefunden haben. Die nächste Filmaufführung wird am 3.03.12 in der Ufa Fabrik sein.

 

 

Gloria und Dagmar als 36 Ladies
Dank und Blumen an Dagmar und Gloria


Es waren wirklich alle Plätze besetzt

Festveranstaltung am 21.10.11 zu unserem 30.Jubiläum

Marie Amrhein und Prof.Jutta Allmendinger im Gespräch
Waltraud Schwab und Dr. Gisela Notz
Nouria Khadeeva dokumentiert mit Papier und Zeichenstift
und Birte und Layla mit Mikro und Kamera